Foto: Tanja Karrasch
Foto: Tanja Karrasch

Die Anakonda vom Latumer See in Meerbusch bei Düsseldorf ist gefangen. Ein Reptilien-Experte der Düsseldorfer Feuerwehr habe die Würgeschlange von einem Boot aus mit einem Greifer erwischt, sagte ein Sprecher der Stadt Meerbusch am Mittwoch. Die Ankonda habe sich am Ufer in einem Brombeer-Gebüsch gesonnt. Das Tier sei 2,40 Meter lang.

Der Angler Eugen Janischewski hatte das Tier in der vergangenen Woche am Donnerstag entdeckt. Zuerst glaubt er, Müll gesichtet zu haben, doch plötzlich gleitet der vermeintliche „gelbe Schlauch“ quicklebendig davon. Wenige Stunden später wird die Schlange laut Ordnungsamt erneut gesichtet und fotografiert. Reptilienexperten identifizieren sie anhand der Fotos als Gelbe Anakonda, normalerweise beheimatet in Südamerika.

Ob die Anakonda von Meerbusch ausgebüxt oder ausgesetzt worden ist, ist nicht bekannt. Der Fall erinnert derweil an zwei berühmt gewordene „Ungeheuer“, die ebenfalls in niederrheinischen Gewässern ihr Unwesen trieben. „Kuno, der Killerwels“ sorgt 2001 an einem Weiher in Mönchengladbach für Furore, weil er angeblich einen arglos am Ufer schnüffelnden Hundewelpen verschlungen haben soll. Ob Fakt oder Fiktion, wird nie geklärt. Monate später treibt ein riesiger Wels tot auf dem Wasser. Er landet ausgestopft im Museum.

„Sammy, der Kaiman“ wird zum Sommerspektakel des Jahres 1994. Der Brillenkaiman mit den bernsteinfarbenen Augen taucht bei einem gemeinsamen Badeausflug mit seinem Besitzer in Dormagen ab, der Baggersee ist daraufhin tagelang gesperrt. Schließlich wird das ausgehungerte Tier gefangen – und landet zum Verdruss seines Besitzers im Zoo.

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(dpa)