Dieser Fall schockiert Großbritannien! Die 21 Jahre alte Schottin Katie Allan sollte für 16 Monate ins Gefängnis, nachdem sie einen 15-Jährigen unter Alkoholeinfluss angefahren und auf der Straße liegend zurückgelassen hat. Doch hinter Gittern hielt sie es nicht aus. Sie nahm sich nach drei Monaten das Leben – weil sie von Mitinsassen schwer terrorisiert wurde.

Wie die britische Tageszeitung „Daily Telegraph“ berichtet, war das Leben der 21-Jährigen hinter Gittern in der Jugendstrafanstalt in Polmont ein Albtraum: Sie sei von Mitinsassen terrorisiert und gemobbt worden, habe unter Schlafmangel gelitten und sogar die Haare seien ihr aufgrunddessen ausgefallen.

Ein „Schaf in der Höhle von Wölfen“ – so beschrieb eine Freundin des Opfers im „Daily Mirror“ die Situation der Studentin. Sie habe sich im Rahmen von Übungen im Gefängnis sogar vor dem Personal entblößen müssen und eine Mitinsassin, vor der die 21-Jährige besonders viel Angst gehabt haben soll, habe Allan dazu gezwungen, ihr Tabak und Drogen zu beschaffen.

Anzeichen für Selbstverletzungen soll es zudem früh gegeben haben. Allans Eltern hätten noch versucht eine Verlegung in einen Gefängnisbereich für Erwachsene zu erwirken, doch dort sei der Umgang noch rauer, so die Gefängnisverwaltung. Die Bemühungen ihrer Familie blieben somit ungehört. Allan wurde tot in ihrer Zelle gefunden, sie beging Selbstmord.

Erschreckend: Selbst die Familie des 15-jährigen Jungen, der von Allan angefahren wurde und sich den Knöchel brach, sprach sich gegen eine Gefängnisstrafe aus. „Es war offensichtlich, dass ihr alles unendlich leid tat. Sie hat sich mehrfach bei uns entschuldigt. Mit der Hoffnung, dass ihr eine Gefängnisstrafe erspart bleibt, haben wir einen Antrag bei den Behörden gestellt – wir wurden allerdings ignoriert. Wir dachten, eine Haftstrafe sei nicht nötig“, sagte der Vater des Jungen dem „Daily Telegraph“.

Wenn ihr selbst depressiv seid, Selbstmord-Gedanken habt, kontaktiert bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhaltet ihr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

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