Foto: BMJ Journals/PA
Foto: BMJ Journals/PA

Sie hatte Schmerzen, schluckte Schmerztabletten – und machte alles nur noch schlimmer. Eine Frau in den Vierzigern stellte Ärzte wochenlang vor ein Rätsel. Dann aber machten die Mediziner eine unerwartete Entdeckung.

Der Fall, über den die medizinische Fachzeitschrift BMJ berichtet, klingt unglaublich. Die Frau soll mitten in der Nacht zu ihren Schmerztabletten gegriffen und diese – offenbar unbemerkt – mitsamt der Blister-Packung eingenommen haben. Weil ihre Schmerzen daraufhin aber immer stärker wurden, suchte sie eine Klinik in Portadown (Nordirland) auf.

Den Ärzten erklärte sie, dass sie etwas in ihrer Kehle spüre, was dort nicht hingehöre. Bei einem ersten Check konnten die Mediziner jedoch nichts ungewöhnliches feststellen. Sie könne trinken, atmen, ihren Hals normal bewegen und habe lediglich eine Abschürfung im Rachenbereich. Da auch Röntgenaufnahmen ergebnislos blieben, schickten die Ärzte die Frau wieder nach Hause.

Drei Tage später klagte sie aber noch immer über Schmerzen und ihr wurden Steroide und Schmerzmedikamente verschrieben. Die Symptome ließen daraufhin zunächst nach, kehrten nach fünf Tagen allerdings auch wieder zurück. Also bat die Frau die Ärzte erneut um Hilfe und wurde ein weiteres Mal geröngt.

Erst als auch auf diesen Bildern nichts zu erkennen war, wurde eine Gastroskopie durchgeführt. Dabei wird ein Schlauch mit einer kleinen Kamera in die Speiseröhre eingeführt und siehe da: Die Blister-Packung steckte noch immer im Hals der Frau. Der Grund war also gefunden und die Packung konnte entfernt werden.

Die Patientin selbst gab an: „Ich hatte ja keine Ahnung, dass ich das geschluckt habe!“ Es seien drei furchteinflößende Wochen gewesen und sie habe es nicht glauben können, als sie das Bild gesehen habe. Nun sei sie den Ärzten einfach nur dankbar.

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