Das Homeoffice birgt einige Risiken – vor allem während Zoom-Calls. In privater Umgebung sitzend, muss man professionell sein. Das fällt nicht jedem leicht. Juan Emilio Ameri kann ein Liedchen davon singen.

Der Abgeordnete war in der wegen der Corona-Pandemie per Videoschalte abgehaltenen Sitzung dabei zu sehen, wie er die Brüste einer Frau küsst – live auf einem Großbildschirm im argentinischen Parlament.

Die Sitzung war vom Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses, Sergio Massa, wegen des Vorfalls abgebrochen worden. Während der Videoschalten in der Corona-Krise seien zwar bereits Szenen zu sehen gewesen, in denen Abgeordnete eingeschlafen seien oder sich vor den Blicken ihrer Kollegen abgeschirmt hätten, sagte Massa. Aber der jetzige Vorfall habe „wirklich die Grenzen dieses Hauses überschritten“.

Ameri war dabei zu sehen, wie er den Busen einer neben ihm sitzenden Frau streichelte und küsste. Dabei war eine der Brüste zeitweise entblößt. Die Bilder verbreiteten sich rasch in den Onlinenetzwerken – unter anderem auf Twitter:

Twitter

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden. Ich kann die Einbettung solcher Inhalte auch über die Datenschutzseite blockieren.

Inhalt laden

Der 47-jährige Parlamentarier aus der nordwestlichen Provinz Salta reagierte zerknirscht. Er bereue den Vorfall und sei darüber „sehr beschämt“, sagte er. Er habe geglaubt, es habe einen der in seiner Region häufigen Internet-Ausfälle gegeben und er sei deshalb nicht online gewesen. Ameri berichtete auch, seine Partnerin habe erst vor zehn Tagen Brustimplantate eingesetzt bekommen.

Ameri wurde daraufhin am Donnerstag für mindestens fünf Tage von weiteren Sitzungen ausgeschlossen. Bei der Suspendierung des Parlamentariers soll es aber nicht bleiben. Das Abgeordnetenhaus will innerhalb dieses Zeitraums darüber entscheiden, welche weitere Strafe gegen ihn verhängt wird. Diese verdammten Zoom-Calls…

Quelle: AFP