Foto: AFP
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Ein Flug von Orange County nach Chicago dauert rund vier Stunden. Viele Stunden Zeit für einen Mann, sich selbst an Bord zu befriedigen. Für Mikaela Dixon ein Albtraum, sie saß direkt daneben.

Besagter Passagier saß am Gang, Dixon daneben auf dem Mittelplatz, ihr Freund am Fenster schlief. Plötzlich spielte der Mann an seinem Penis herum.

Laut „Fox News“ hatte er seine Hand zunächst in seiner Hosentasche und sich laut Dixon „selbst gerieben, Geräusche von sich gegeben und schwer geatmet“. Die 21-Jährige bekam laut eigenen Angaben Panik, wollte dem Sitznachbar nicht zu nahe kommen und hatte außerdem Angst, das Flugpersonal zu rufen. Demnach blieb sie zwei Stunden starr sitzen und musste miterleben, wie sich der Mann unentwegt selbst anfasste.

Erst am Zielort verschwand der Mann auf der Bord-Toilette. Endlich sprach Dixon eine Flugbegleiterin darauf an. Diese erwiderte, dass sie die Polizei informieren würde. Offenbar eine Lüge. Als Dixon fragte, was mit dem Mann nun passieren würde, erfuhr sie von anderen Mitreisenden, dass der Mann überhaupt nicht festgehalten wurde. Dem Vernehmen nach wurde er vom Sicherheitspersonal der Fluglinie sofort wieder laufen gelassen, nachdem ihm ein paar Fragen gestellt wurden.

Stattdessen bot man Dixon 75 Dollar an – mit dem Hinweis, sie sei nicht befugt zu wissen, was mit dem Mann passiert.

Bei „Fox News“ nahm United Airlines Stellung zu dem Vorfall: „Wir untersuchen den Fall weiter, um herauszufinden, was genau passiert ist. Auch wenn United Airlines als Firma selbst keine Anklage im Namen unserer Kunden erheben kann, werden wir der Polizei so viel Hilfestellung geben, wie es für uns möglich ist, sollte der Fall weiter untersucht werden.“

Es nicht das erste Mal, dass die Fluglinie bei einer Beschwerde wenig Konsequenz versprühte. Mitte des Jahres gab es einen gleichgelagerten Fall, bei dem sich das Personal sogar lustig gemacht haben soll. Laut „Fox News“ sagte eine Flugbegleiterin seinerzeit: „Welches Parfüm haben Sie denn drauf?“