Foto: dpa/Markus Scholz
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Bei Mason Motz wurde bei der Geburt das Sotos-Syndrom diagnostiziert. Deshalb wunderte sich auch niemand, dass der Junge über fünf Jahre kein Wort von sich gab. Doch plötzlich änderte sich sein Leben. Grund dafür war ein Besuch beim Zahnarzt.

Das Sotos-Syndrom wird auch als „Gigantismus“ bezeichnet. Symptome sind beschleunigtes Körperwachstum, ein dem Lebensalter gegenüber fortgeschrittenes Knochenalter, ein überproportional großer Schädelumfang sowie eine deutliche Verlangsamung der motorischen, kognitiven und sprachlichen Entwicklung.

Insofern dachte niemand in Masons Familie, dass sein Sprechversagen einen anderen Grund haben könnte. „Er war in der Sprachtherapie, seit er etwas über ein Jahr alt war“, erklärte die Mutter Meredith Motz dem Nachrichtenportal „Yahoo 7„. „Schlafen bedeutete stets großen Stress. Es wäre jederzeit möglich gewesen, dass seine Atmung aussetzt.“

Jetzt ist alles anders. Dr. Amy Luedemann-Lazar wollte eigentlich nur einige Füllungen bei Mason platzieren, als sie das wahre Problem im Mund des Fünfjährigen entdeckte: eine Entwicklungsstörung der Zunge, auch Ankyloglosson genannt. Es bedeutet, dass die Zungenspitze durch ein zu kurzes und zu weit nach vorn reichendes Zungenbändchen am Mundboden fixiert ist.

Die Heilung war nur ein kleiner Eingriff. Die Zahnärztin trennte das Zungenbändchen, um die Zunge vom Mundboden zu befreien. Fertig. Binnen zwölf Stunden, als die Wirkung des Betäubungsmittels nachließ, konnte Mason sprechen. Es wirkte wie ein Wunder als er sagte: „Mama, ich habe Hunger!“ Nur wenige Montae später zählte Mason bis 100 und konnte das Alphabet aufsagen.

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