Sebastian Kurz Österreich Maske
Foto: Ronald Zak/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz erwartet einen weiteren starken Anstieg der Corona-Zahlen in Österreich und vor allem in Wien. „Was wir gerade erleben, ist der Beginn der zweiten Welle“, erklärte der Regierungschef der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

„Waren es vor zwei Wochen noch rund 350 Ansteckungen pro Tag, lagen wir gestern bereits bei über 850.“ Bald werde man die Marke von 1000 neuen Fälle pro Tag erreichen. Als „besonders dramatisch“ beschrieb Kurz die Lage in Wien, wo mehr als die Hälfte aller registrierten Neuinfektionen in Österreich verzeichnet werden.

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Kurz warnte vor einem harten Herbst und Winter: „Daher sind wir jetzt alle aufgerufen und gefordert, mit gleicher Disziplin und Rücksicht wie im Frühjahr auch die Herausforderungen der kommenden Monate gemeinsam zu meistern.“ Er bat die Bevölkerung, die Maßnahmen einzuhalten, soziale Kontakte zu reduzieren, Mund-Nasen-Schutz zu tragen und Abstand zu halten.

Rund 5400 Menschen gelten aktuell in Österreich als an Covid-19 erkrankt, mehr als 3000 von ihnen in Wien. Mit 869 registrierten Neuinfektionen in 24 Stunden wurde am Samstag der höchste Anstieg seit Ende März gemessen, allerdings bei deutlich mehr Tests und weniger schweren Fällen. Die Anzahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten stieg jedoch binnen einer Woche um ein Drittel auf 209; von ihnen waren 42 auf der Intensivstation.

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Gesundheitsminister Rudolf Anschober hatte am Samstag noch gesagt, die Zahlen seien nicht mit denen vom Frühjahr vergleichbar, da mehr getestet werde als je zuvor (zuletzt fast 15.000 Tests in 24 Stunden). Die Entwicklung sei trotzdem besorgniserregend; Experten sollen kommende Woche neue Empfehlungen erarbeiten.

Am Freitag hatte die österreichische Regierung bereits neue Maßnahmen verkündet. Ab Montag soll unter anderem wieder eine Maskenpflicht in allen Geschäften und für Kellner in Lokalen gelten, Veranstaltungen werden auf 3000 Gäste unter freiem Himmel und 1500 in Innenräumen beschränkt.

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Quelle: dpa