Schwerere Verläufe durch neuen Omikron-Typ? Deshalb sind Wissenschaftler besorgt

Befällt "BA.2" die Lunge wieder schwerwiegender als die ursprüngliche Omikron-Variante? Wissenschaftler haben das untersucht – und sind besorgt!

In den internationalen Medien wird der neue Omikron-Typ häufig als „getarnte Variante“ bezeichnet, in der Fachsprache wird von „BA.2“ gesprochen. Wissenschaftler sind nun besorgt. Denn bei dieser Version der Omikron-Variante scheinen die Krankheitsverläufe wieder schwerer zu sein.

Wie „Daily Mail“ berichtet, haben Wissenschaftler der Universität Tokio untersucht, welche Unterschiede es zwischen der ursprünglichen Omikron-Variante und der „BA.2“-Version gibt. Die ursprüngliche Variante fällt besonders durch ihre hohe Infektiosität auf, allerdings sind die Verläufe im Vergleich zur Delta-Variante in den meisten Fällen milder.

BA.2: Höheres Risiko, Schäden an der Lunge davonzutragen?

Wie die Forscher nun aber festgestellt haben, könnte „BA.2“ wiederum größere Probleme darstellen. Denn nicht nur ist „BA.2“ noch einmal infektiöser, sondern im Vergleich zur Ursprungsvariante auch ein höheres Risiko bergen, die Lunge in Mitleidenschaft zu ziehen.

In den USA ist die neue Version laut der US-Gesundheitsbehörde CDC etwa bei fünf Prozent der Omikron-Fälle nachgewiesen worden. Dementsprechend gering ist zu diesem Zeitpunkt noch die Datenlage. Um dennoch schon erste Schlüsse ziehen zu können, haben die Forscher in Japan ihre Untersuchungen an Hamstern vorgenommen.

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Syncytien wurden bei Omikron erst weniger

Im Rahmen ihrer Untersuchungen sind die Forscher dabei in erster Linie auf Syncytien gestoßen. Dabei handelt es sich um Zellklumpen, die potentiell schädigend für die Lungen sein können. Bei der ursprünglichen Variante von Omikron wurden weniger dieser Syncytien im Vergleich zu Delta festgestellt.

Auch darin sehen die Wissenschaftler einen Grund, wieso es bei Omikron bisher zu weniger schweren Verläufen kam. Zudem wurde bei „BA.2“ entdeckt, dass es der Virus-Version – wie „BA.1“ ebenfalls – gelingt, Antikörper eines Menschen, sei es durch vorherige Infektionen oder durch Impfungen, besser zu überlisten als es etwa bei Delta der Fall war.

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RKI: BA.2 legt weiter zu

Derweil nimmt der „BA.2“-Anteil in Deutschland weiter zu. In einer Stichprobe untersuchter Corona-Fälle sei dieser zuletzt auf 14,9 Prozent gestiegen, hielt das RKI in seinem Wochenbericht vom Donnerstagabend fest. Diese Angabe bezieht sich auf die Woche bis zum 6. Februar – für die Woche davor gibt das RKI den Anteil mit 10,4 Prozent an.

mit dpa