Foto: Shutterstock / Ramon Carretero
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Ein Weißer Hai beißt einen Hilfslehrer in die Wade. Es ist der vierte Angriff innerhalb einiger Wochen. Australier rätseln, ob die Gefahr zugenommen hat.

Ein Surfer hat in Australien einen Hai mit seinem Surfboard abgewehrt. Der 43-jährige Lee Johnsson sei am Mittwoch gebissen worden, als er auf seinem Board gelegen habe, berichtete der Bürgermeister von Ballina Shire, David Wright.

Das Tier habe ihn weggezogen, ehe der Mann den Raubfisch mit seinem Brett bekämpft habe, sagte Wright. Anschließend sei Johnsson ans Ufer gekommen, habe sein Bein eingewickelt und sei ins Krankenhaus gegangen, um die 20 Zentimeter lange Wunde behandeln zu lassen.

Der Vorfall ereignete sich zwei Tage nach einem tödlichen Hai-Angriff am Great Barrier Reef. 1300 Kilometer nördlich von Ballina hatte ein Hai am Montag in einem Hafen der Whitsunday-Inseln einen Mann getötet.

In Ballina Shire biss der Hai den Hilfslehrer einer örtlichen Schule am Shelly Beach in die Wade. Staatliche Haiexperten maßen die Zahnabdrücke in Johnssons Surfbrett aus und kamen zu dem Schluss, dass es sich um einen jungen Weißen Hai gehandelt habe, der etwa 2,60 Meter lang war. Alle Strände der Region wurden für 24 Stunden gesperrt.

Zwei Tage zuvor war der 33 Jahre alte Arzt Daniel Christidis auf den bei Touristen beliebten Whitsunday Islands von einem Paddelboot ins Wasser getaucht, während er auf einem Jachtausflug war. Nach dem Haiangriff konnte er wegen seiner schweren Wunden nicht mehr gerettet werden, wie die Polizei berichtete. Auf den Whitsundays waren bereits im September zwei Touristen an aufeinanderfolgenden Tagen attackiert worden. Eine 12-Jährige verlor dabei ein Bein.

Der Rat für Tourismusindustrie im Bundesstaat Queensland zeigte sich angesichts der Angriffsserie ratlos. Ein Verantwortlicher des Verbands, Daniel Gschwind, teilte mit, für die zunehmenden Attacken brauche es nun wissenschaftliche Erklärungen und eine Untersuchung. „Wir wissen einfach nicht, warum das vorkommt und was der Grund dafür ist“, sagte er.

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(dpa)