Jessi Combs
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Sie trug den Spitznamen der „schnellsten Frau auf vier Rädern“. In der Wüste von Oregon wollte sie den bisherigen Rekord brechen. Bei einem Unfall kam sie ums Leben.

Die als „schnellste Frau auf vier Rädern“ bekannte US-Rennfahrerin Jessi Combs ist tot. Sie starb in der Alvord-Wüste im Staat Oregon beim Versuch, einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen. Die Umstände des Unfalls seien noch unklar, teilte ein Sprecher des Sheriffbüros am Mittwoch mit. Combs war am Dienstag in einem Auto mit Düsenantrieb durch ein trockenes Seebett im abgelegenen Harney County gerast, als sie starb.

Combs wurde 39 Jahre alt. Sie hatte ihr Talent als Rennfahrerin auch in etlichen US-TV-Shows unter Beweis gestellt. In der Nischenszene der Jet-Car-Rennfahrer hatte sich Combs daher in den vergangenen Jahren einen großen Namen gemacht. In der Wüste hatte sie einen Temporekord der Frauen knacken wollen, den 1976 die Rennfahrerin Kitty O’Neil aufgestellt hatte. Jet Cars sind Autos, die von einem Düsentriebwerk angetrieben werden.

Ihren Fans galt Combs schon als „schnellste Frau auf vier Rädern“: 2013 hatte sie beim sogenannten Landrennen ein Rekordtempo von 640 Kilometern pro Stunde erreicht und war bei darauffolgenden Rennen sogar noch schneller. Doch verwehrten ihre Mechanikprobleme damals einen Eintrag in die Rekordbücher. O’Neil war auf drei Rädern unterwegs gewesen.

Erst am Sonntag hatte sie sich auf Instagram zuversichtlich gezeigt, an O’Neil vorbeiziehen zu können. „Die Leute sagen, ich bin verrückt. Ich sage: „Danke““.

Terry Madden, der zum gleichen Team North American Eagles gehört, teilte in einem Post auf Instagram mit, sein Herz sei gebrochen. Er fügte eine Collage von Videos und Fotos von Terry mit verschiedenen Teammitglieder hinzu. „Sie war der unglaublichste Geist, den ich jemals kannte oder kennen werde“, schrieb Madden. „Unglücklicherweise haben wir sie gestern in einem schrecklichen Unfall verloren, ich war der erste dort und glaubt mir, wir haben alles Menschenmögliche getan, um sie zu retten!!“

Combs wurde in South Dakota geboren und lebte in Kalifornien. Sie studierte Automobildesign und -fertigung, war Moderatorin der Autosendung Extreme 4X4. Bei einem Unfall brach sie sich ihren Rücken. Nach Monaten der Rehabilitation erschien Combs als Gast in einer Reihe Fernsehshows und war als professionelle Fahrerin in Filmen und Werbung tätig. Die Alvord-Wüste ist eine extrem abgelegene und dünn besiedelte Gegend im Südosten Oregons, etwa 650 Kilometer südöstlich von Portland.

Quelle: dpa