Wintereinbruch in Teilen Deutschlands führt zu Glatteisunfällen
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Pünktlich zum Dezember- und Winterstart Schnee und Glätte: Das Wetter hat sich diesmal exakt an den Kalender gehalten. Viele Verkehrsteilnehmer gerieten in der Nacht und am Morgen ins Rutschen. Nicht immer endete das glimpflich.

Bei winterlichen Straßenverhältnissen hat sich am Montag ein 42-Jähriger auf der A4 bei Olpe im Sauerland mit seinem Auto überschlagen und ist tödlich verunglückt. Es sei noch unklar, inwieweit das Winterwetter zu dem Geschehen geführt habe, sagte ein Polizeisprecherin am Dienstag. Es könnten auch weitere Faktoren den Unfall verursacht haben, die nun geprüft werden.

Den ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge war der Fahrer am Montagabend nach dem Überholen wieder eingeschert und hatte dann die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Es sei in die Böschung geraten, habe sich mehrfach überschlagen und sei auf dem Dach liegen geblieben. Der eingeklemmte Fahrer wurde von der Feuerwehr befreit und kam in ein Krankenhaus. Dort starb er in der Nacht an seinen Verletzungen. Die Autobahn zwischen Eckenhagen und dem Kreuz Olpe-Süd wurde für mehrere Stunden gesperrt.

Winterwetter mit Schnee und Glätte behindert den Verkehr in vielen Gegenden Deutschlands. In Hessen und Rheinland-Pfalz meldeten die Innenministerien in der Nacht zum Dienstag teils starke Schneefälle. Insbesondere in Hessen kam es dabei zu mehreren Dutzend Unfällen mit mehreren Schwerverletzten auf den Straßen. Nach Angaben der Deutschen Bahn gab es in ganz Deutschland zunächst keine größeren Störungen auf den Strecken.

Das Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel meldete bis zum frühen Dienstagmorgen 13 witterungsbedingte Unfälle mit insgesamt neun Schwerverletzten. Der letzte schwerwiegende Unfall wurde einem Sprecher zufolge um etwa 1.00 Uhr gemeldet, in den folgenden Stunden sei nichts Größeres mehr hinzugekommen.

Rund 25 Unfälle gab es in der Nacht im Zuständigkeitsgebiet des Präsidiums Südhessen rund um Darmstadt. Auf der B47 bei Bensheim geriet ein Sattelzug ins Schleudern, der Anhänger wurde abgerissen (Foto). Wegen Bergungsarbeiten blieb die Straße zeitweise gesperrt. Die Unfälle aus der Nacht führt die Polizei zumeist auf fehlende Winterreifen zurück.

Auch in Baden-Württemberg sorgte das Wetter für Probleme auf den Straßen. Rund um Pforzheim etwa zählte die Polizei bis zum frühen Dienstagmorgen acht Unfälle wegen Glätte.

Unfall auf schneeglatter Fahrbahn
Einsatzkräfte der Feuerwehr bergen ein Unfallfahrzeug auf einer schneeglatten Fahrbahn in Baden-Württemberg. Foto: Fabian Geier/Einsatzreport 24/dpa

Im südlichen Niedersachsen verunglückten mehrere Fahrzeuge wegen Glatteis auf der Autobahn 7: Auf einer abschüssigen Strecke zwischen dem Autobahndreieck Drammetal und der Anschlussstelle Lutterberg krachte es in der Nacht mindestens drei Mal, wie ein Polizeisprecher am frühen Dienstagmorgen sagte. Die Fahrbahn Richtung Norden war vorübergehend komplett gesperrt, die Gegenspur war nur einspurig befahrbar. Verletzte gab es nach Polizeiangaben nicht.

Auch in höheren Lagen in Thüringen fielen in der Nacht die ersten Flocken – so wurde etwa der Wintersportort Oberhof im Thüringer Wald in glitzerndes Weiß gehüllt.

Quelle: dpa