San Marino bietet Sputnik-Impfung für Touristen für 50 Euro an

San Marino geht neue Wege beim Tourismus. Touristen sollen zukünftig im Ministaat gegen das Coronavirus geimpft werden. Sie bekommen den russischen Impfstoff Sputnik V angeboten.
Impfung Spritze Corona
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Der Ministaat San Marino bietet Touristen künftig eine Corona-Impfung mit dem russischen Mittel Sputnik V an. Die Pläne für den Impftourismus bestätigte das Außenministerium der kleinen Republik am Mittwoch.

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, soll die Buchung eines Hotels plus Immunisierung vom kommenden Montag an möglich sein. Der Preis für die erforderlichen zwei Dosen des Impfstoffs liege bei 50 Euro, schrieb die Zeitung „Corriere della Sera“ aus Mailand. Nach Angaben einer Sprecherin des Außenministeriums sollen die Details zu dem Angebot in Kürze publiziert werden.

Keine neuen Corona-Fälle am 11. Mai in San Marino

San Marino hat nach zwischenzeitlich hohen Corona-Zahlen die Infektionslage in den Griff bekommen. Laut offiziellen Angaben gab es dort am 11. Mai keine neuen Fälle innerhalb eines Tages. Sehr viele Bürger sind schon geimpft, viele mit Sputnik V. Das Auswärtige Amt warnt dennoch auf der offiziellen Website „vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach San Marino aufgrund hoher Infektionszahlen“.

Für die Impfreisen ist es laut Ansa nötig, in San Marino mindestens zwei Mal jeweils drei Hotel-Übernachtungen im Abstand von 21 Tagen zu buchen. Die erste Impfung ist frühestens sieben Tage nach der Buchung möglich. Die zwei Impfungen würden von staatlichen Stellen beaufsichtigt. Die Aktion diene auch dem Ankurbeln des Reisegeschäfts, schrieben italienische Medien.

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Die EU-Arzneimittelbehörde EMA in Amsterdam hat Sputnik V bisher nicht für die Europäische Union zugelassen. Nach Angaben der Behörde laufen die Inspektionen der Produktionsstätten.

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San Marino mit seinen rund 33.000 Einwohnern ist kein EU-Mitglied. Die Republik ist als Enklave von Italien umgeben und liegt in der Nähe der Adria-Stadt Rimini.

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dpa