Foto: Snova/Shutterstock.com (Symbolbild)
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Es sollte ein schöner Urlaub mit ihren zwei Kindern werden, doch schon kurz nach der Ankunft in der Türkei kämpfte die Britin Jemma Joslyn um ihr Leben. Eine übergewichtige Frau krachte in einer Wasserrutsche mit ihr zusammen und verletzte sie schwer.

Passiert ist es im September des vergangenen Jahres. Jemma Joslyn und ihre zwei Kinder waren gerade erst für 14 Stunden in der Türkei, als sie sich in einem Wasserpark vergnügen wollten. Doch statt jeder Menge Spaß gab es fünf gebrochene Rippen, eine Nierenverletzung und eine angerissene Leber.

Denn Joslyn, so berichtet der britische „Mirror„, wurde beim Wasserrutschen von einer übergewichtigen Frau fast zerquetscht. „Ich hatte das Ende der Rutsche erreicht, aber alles, was ich sehen konnte, waren diese zwei Füße, die auf mich zukamen. Ich wusste, dass ich keine Chance hatte, rechtzeitig auszuweichen. Ich wurde unter Wasser gedrückt und als ich aus der Bewusstlosigkeit erwachte, war der Schmerz kaum auszuhalten.“

Erst im Krankenhaus habe sie dann erfahren, dass sie notoperiert werden musste. Vor allem ihre Nierenverletzung sei dabei kritisch gewesen, da sie ihrer Mutter im Mai 2015 bereits eine Niere gespendet hatte und somit nur noch eine funktionstüchtige Niere besaß.

Hinzu kam, dass Joslyn nur etwa 175 Euro mit in den Urlaub genommen habe, da sie ja All-In gebucht hatten. Das Krankenhaus stellte für die Operation aber um die 5800 Euro in Rechnung. Eine Summe, die glücklicherweise von einem ebenfalls mitgereisten befreundeten Pärchen bezahlt wurde. „Wenn meine Freunde nicht gewesen wären, wäre ich tot und meine Kinder hätten völlig allein in einem türkischen Hotel gesessen“, so Joslyn.

Thomas Cook, ihrem Reiseveranstalter, macht die 32-jährige Britin entsprechend schwere Vorwürfe. „Sie waren überhaupt nicht hilfreich. Sie haben sich gar nicht erst die Mühe gemacht herauszufinden, wo ich war oder wo meine Kinder waren. Ich musste mich allein um alles kümmern.“

Auch an den Wasserrutschen selbst habe es keine Mitarbeiter gegeben, die die Leute angewiesen hätten, wann sie rutschen dürfen und wann nicht. „Eigentlich sollte meine Tochter direkt nach mir rutschen. Ich habe ihr gesagt, dass sie zehn Sekunden warten soll, bevor sie mir folgt.“ Stattdessen sei dann aber die übergewichtige Frau unmittelbar nach ihr gerutscht.

Und was sagt Thomas Cook? „Sowohl unser in Großbritannien ansässiges Team, als auch unser Team vor Ort standen nach dem Unfall mehrfach mit Frau Joslyn in Kontakt. Wir haben auch dafür gesorgt, dass ihre Eltern in die Türkei fliegen können.“ Für die Britin ist das aber längst nicht ausreichend. Sie verklagte den Reiseveranstalter auf Entschädigung.

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