Foto: Polizeipräsidium Mittelhessen

Beim Anblick einer vermeintlich riesigen Spinne mit einem Durchmesser von etwa 15 bis 20 Zentimetern rief ein Mann aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf sofort die Polizei. Als diese vor Ort war, entdeckten die Beamten Überraschendes.

Nach Angaben der Polizei war es etwa 17.30 Uhr, als am Dienstag der Anruf eines Mannes einging, der auf seinem Grundstück eine furchteinflößende Entdeckung gemacht hatte. Er habe eine riesige, fast handgroße Spinne gefunden und bat die Beamten um Hilfe.

Da der beschriebene Durchmesser von 15 bis 20 Zentimetern auch die Polizisten aufhorchen ließ, wurde zunächst mit Experten die mögliche, weitere Vorgehensweise abgesprochen. Zugleich fuhr ein Streifenwagen zum Grundstück des Mannes, um sich selbst ein Bild von der „Riesenspinne“ zu machen.

Bei genauerem Hinsehen wurde dann jedoch schnell klar, dass sich dort nicht etwa eine Vogelspinne oder dergleichen verirrt hat, sondern eine „arg ramponierte Krake aus Gummi“, wie es in der Polizeimitteilung heißt. Das auf den ersten Blick als solches tatsächlich nicht zu erkennende Exemplar konnte also gefahrlos aufgehoben und nach Rücksprache mit dem Finder in einer Mülltonne entsorgt werden.

Goliath-Vogelspinne Theraphosa blondi
Imposant: Die Goliath-Spinne. Foto: TigerStock’s/Shutterstock.com

Zu den größten derzeit bekannten Spinnen der Welt zählt übrigens die Goliath-Spinne, die ihr oben im Bild seht. Die Vogelspinnen-Art erreicht eine Beinspannweite von über 30 Zentimetern und wiegt dabei auch noch fast 200 Gramm. Beheimatet ist sie in den tropischen Regenwäldern Südamerikas, für Menschen ist ihr Gift jedoch nicht gefährlich. Schmerzhaft könnte jedoch die Begegnung mit ihren Beißklauen werden, denn diese sind satte 2,5 Zentimeter groß.