Wegen eines gemeinschaftlichen Überfalls auf einen Mann in Hamburg-Bergedorf und sexueller Misshandlung müssen sich vier Angeklagte vor einer Strafkammer am Landgericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft drei Männern im Alter von 19, 31 und 35 Jahren vor, in der Nacht zum 4. Februar bewaffnet und maskiert in die Wohnung einer mitangeklagten Frau eingedrungen zu sein. Den dort anwesenden Mann sollen sie gefesselt, geschlagen und getreten haben. Die Angeklagten hätten ihn sexuell misshandelt und das Geschehen mit dem Handy gefilmt.

Schließlich seien sie mit dem Mobiltelefon, 200 Euro Bargeld und der EC-Karte des Opfers geflüchtet. Die Anklage lautet auf schweren Raub, Vergewaltigung und gefährliche Körperverletzung.

Möglicherweise habe es sich um einen Racheakt gehandelt, sagte ein Gerichtssprecher. Wofür man sich rächen wollte, sei aber ebenso unklar wie das Verhältnis zwischen dem Opfer und der 25 Jahre alten Frau. Die mitangeklagte Syrerin soll die Ex-Freundin des 35 Jahre alten Angeklagten sein. Sie sei von den Haupttätern ebenfalls in der Wohnung gefesselt worden, aber nur zum Schein.

Die Tat flog auf, weil einer der Angeklagten zur Polizei gegangen sei und ein Geständnis abgelegt habe, hieß es. Der Prozess findet vor einer Jugendstrafkammer statt, da der 19 Jahre alte Angeklagte als Heranwachsender gilt.

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(dpa)