Foto: Shutterstock / everything possible
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Eine Steuerberaterin aus dem niederrheinischen Willich soll 2,5 Millionen Euro Kundengeld auf ihr eigenes Konto abgezweigt haben. Seit Donnerstag muss sich die 54-Jährige wegen des Verdachts der Untreue vor dem Düsseldorfer Amtsgericht verantworten.

Doch beim Prozessauftakt klagte die dreifache Mutter über gesundheitliche Probleme. Daraufhin beorderte der Richter einen Mediziner in den Gerichtssaal, der die Frau als nicht verhandlungsfähig einstufte. Der Prozess wurde daraufhin abgebrochen.

Die Angeklagte soll jahrelang für verschiedene Gesellschaften eines Immobilienunternehmers freiberuflich als Steuerberaterin und Buchhalterin gearbeitet haben. Ihre Arbeit habe sie dem Auftraggeber in unterschiedlicher Höhe in Rechnung gestellt, berichtete der Staatsanwalt. Mitarbeiter hätten dem Unternehmer die ausgefüllten Überweisungsträger monatlich zur Unterschrift vorgelegt.

Bevor die Angeklagte die unterschriebenen Überweisungsträger anschließend zur Bank brachte, habe sie in 49 Fällen den Betrag verändert, in dem sie eine Ziffer davor gesetzt habe. So seien aus 2000 Euro für ihre Tätigkeit 52.000 Euro geworden und aus 1000 Euro 61.000 Euro. Die zugehörigen Rechnungen seien später nicht mehr auffindbar gewesen.

Die Höhe ihrer Vergütung soll lediglich mündlich vereinbart gewesen sein. Der Verteidiger sagte, seine Mandantin bestreite die Vorwürfe. Ob und wann der Prozess fortgesetzt wird, war zunächst unklar.

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