Professor will Kinder ohne Zustimmung der Eltern gegen Corona impfen

Wie wichtig ist die Erlaubnis von Eltern, wenn es um Corona-Impfungen bei Kindern geht? Dieser Arzt winkt ab!
Corona-Impfung Kind
Hier wird die Corona-Impfung bei einem Kind vorgenommen. Foto: Fabian Sommer/dpa
Corona-Impfung Kind
Hier wird die Corona-Impfung bei einem Kind vorgenommen. Foto: Fabian Sommer/dpa

Es ist das vermutlich größte Reizthema der kompletten Corona-Impfdebatte: die Impfung von Kindern. Wer soll geimpft werden? Ab welchem Alter soll es losgehen? Wer übernimmt die Verantwortung? Dieser Arzt hat eine klare Meinung: Kinder sollen auch geimpft werden, wenn ihre Eltern nicht zustimmen.

Ärzte weltweit diskutieren darüber, wie sie mit dem Thema Corona-Impfung bei Kindern umgehen sollen. Dabei gibt es einige ziemlich pragmatische Vorstöße. Einer davon kommt von Prof. John Massie. Er leitet die Pädiatrie an der Uni-Klinik in Melbourne und spricht sich für Impfungen von Minderjährigen aus – egal, was ihre Eltern dazu sagen.

Wie das australische Portal „News.co.au“ berichtet, ist Massie der Meinung, Ärzte sollten die Verantwortung für die Impfungen übernehmen. In Australien geht es in der Debatte aktuell in erster Linie um die Heranwachsenden ab zwölf Jahren. Er sagt, es sei ethisch und gesetzlich vernünftig, so zu handeln.

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Eltern bei Corona-Impfung für Kinder überstimmen? Das sagt der Professor

In einem Artikel, der im „Medical Journal of Australia“ erschienen ist, sprechen sich die Autoren – unter ihnen auch Massie – dafür aus, dass dieses Verhalten der nationale Standard werden solle. Begründet wird die Empfehlung darin, dass es ihm Sinne der öffentlichen Gesundheit, im Interesse der Kinder und auch im „Recht für Privatsphäre“ der Heranwachsenden sei.

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„Eltern sind auf gesetzlichem und natürlichem Wege diejenigen, die die Entscheidungen für Kinder treffen. Aber sie haben nicht die komplette Autorität oder die komplette Entscheidungshoheit über ihre Kinder“, erläutert Massie seine Meinung. Er wünsche sich eine Entscheidungsfindung, in der es drei Säulen gibt: die Einschätzung der Ärzte, das Gefühl der Kinder und die Meinung der Eltern.

Allerdings solle es in diesem Fall auch möglich sein, die Eltern mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit zu überstimmen. Massie wirft dabei einen Blick in die Zukunft und warnt Eltern und Kinder davor, dass Entscheidungen, die jetzt getroffen würden, später bereut werden könnten. Gerade bei Heranwachsenden, die noch viele Jahrzehnte vor sich haben, spiele das eine große Rolle.

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