Priester Stralsund Kirche Coronavirus
Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Nach den bis Samstag acht bekannten Corona-Infektionen nach Gottesdiensten in Vorpommern hat der Landkreis Vorpommern-Rügen rund 350 Personen in häusliche Isolation geschickt.

Sie hätten am Pfingstsonntag oder -montag an insgesamt vier Gottesdiensten in Stralsund und Grimmen teilgenommen, begründete Landrat Stefan Kerth (SPD) die sogenannte Allgemeinverfügung.

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Ein katholischer Priester war nach seinen Gottesdiensten am Dienstag positiv auf Corona getestet worden.

Priester Stralsund Corona
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Unter Beobachtung der Behörden ist auch ein Fest-Gottesdienst zur Verabschiedung eines anderen Priesters am Pfingstmontag in Stralsund mit möglicherweise etwa 250 Teilnehmern.

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Wie der Landrat mitteilte, sind unter den positiv Getesteten auch Personen, die keinen unmittelbaren Kontakt zu dem Priester hatten. Keiner der Infizierten müsse derzeit in einem Krankenhaus behandelt werden.

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Die unter Quarantäne stehenden Personen dürfen in den kommenden 14 Tagen ohne Zustimmung des Gesundheitsamtes ihre Wohnung nicht verlassen und keinen Besuch empfangen. Zu den Maßnahmen zähle auch die tägliche Messung der Körpertemperatur. Sollten Symptome auftauchen, die auf die Krankheit Covid-19 hindeuten, müsse medizinisches Fachpersonal benachrichtigt werden.

407 Neuinfektionen beim RKI gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 407 weitere Infektionen. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 183.678 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Samstagmorgen meldete (Datenstand 6. Juni 0 Uhr). In den letzten 7 Tagen wurden aus 125 Kreisen keine Fälle übermittelt. Insgesamt werden Werte aus rund 400 Landkreisen erfasst.

Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8646 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 33. Seit den ersten im Januar erfassten Nachweisen seien dem RKI drei Covid-19-Todesfälle bei unter 20-Jährigen übermittelt worden, hieß es. „Die verstorbenen Personen waren im Alter zwischen 3 und 18 Jahren, alle hatten Vorerkrankungen.“ Etwa 168 900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind rund 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

R-Wert liegt in Deutschland bei 0,87

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, bleibt nach aktuellsten RKI-Angaben unter der kritischen Marke von 1,0, nämlich bei 0,87 (Datenstand 6. Juni 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 0,68 gelegen.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 6. Juni 0 Uhr) bei 0,89 (Vortag: 0,83). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Quelle: dpa