Premierministerin soll in Quarantäne – sie geht aber lieber bis 4 Uhr morgens feiern

Finnlands Premierministerin Sanna Marin sollte sich eigentlich wegen eines Corona-Falls in Quarantäne begeben, stattdessen hat sie in einem Club bis 4 Uhr morgens getanzt und getrunken.
Sanna Marin (l.) hier nicht im Nachtclub, sondern mit Angela Merkel. Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nicht nur in ihrem Heimatland Finnland steht Premierministerin Sanna Marin in der Kritik. Nachdem ihr Außenminister positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wurde ihr mitgeteilt, dass sie sich in Quarantäne begeben sollte. Stattdessen wurde Marin aber in einem Club gesichtet – feiernd bis 4 Uhr morgens.

Sie ist die jüngste Premierministerin der Welt: Sanna Marin war gerade einmal 34 Jahre alt, als sie im Dezember 2019 an die Spitze der finnischen Regierung gewählt wurde. Seit zwei Jahren führt sie nun die Regierungsgeschäfte in Finnland, nun steht sie aber in der Kritik.

Sanna Marin geht bis 4 Uhr feiern – sie sollte sich isolieren

Denn Marin wurde abgelichtet, als sie bis 4 Uhr morgens in einem Nachtclub unterwegs war. Grundsätzlich ist das erst einmal kein Problem – eigentlich hätte sie sich da aber schon in Quarantäne begeben sollen. Denn, nachdem Außenminister Pekka Haavisto positiv auf Corona getestet wurde, wurde Marin mitgeteilt, dass sie dringend Kontakte vermeiden sollte.

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Die Mitteilung bekam Marin, so berichtet die „BBC“, durch eine SMS. Allerdings war Marin da schon im Nachtclub und hatte ihr Handy nach eigener Aussage nicht mit dabei. Dann stellt sich wiederum die Frage, wie die 36-Jährige ohne Smartphone ihren Impfstatus nachweisen konnte.

Sanna Marin beim Tanzen gefilmt

Dadurch, dass Marin doppelt geimpft ist, wurde sie nicht automatisch vom Gesundheitsamt in eine 14-tägige Quarantäne versetzt. Dennoch erhielt sie die Anweisung, sich vorsichtshalber zu isolieren. Stattdessen macht aktuell ein Foto auf Social Media die Runde, wie Marin einen Drink im Nachtleben Helsinkis genießt. Wie die Zeitung „Seiska“ berichtet, wurde sie auch beim Tanzen in der Menge gefilmt.

Mittlerweile hat sich Marin für ihr Verhalten entschuldigt: „Es tut mir sehr leid, dass ich nicht verstanden habe, was ich eigentlich hätte machen sollen.“ Sie hätte umgehend einen Corona-Test gemacht, nachdem sie die Nachricht gesehen hat – der fiel glücklicherweise negativ aus.