Eine junge Polizistin aus Duisburg steht im Verdacht,
Dienstgeheimnisse an Drogenhändler verraten zu haben. Sie soll unter anderem
Informationen aus Auskunftssystemen der Polizei abgerufen und an
Mitbeschuldigte weitergegeben haben, die teilweise Bezüge zur Clankriminalität
hätten.

Das teilte die
Duisburger Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die Ermittler prüfen zudem, ob
die 23-Jährige an den Betäubungsmitteldelikten beteiligt gewesen ist. Das
Polizeipräsidium habe die Beamtin mit sofortiger Wirkung vom Dienst
suspendiert. Sie befinde sich noch in der Probezeit und müsse mit ihrer
Entlassung rechnen.

Staatsanwaltschaft und
Polizei ermitteln gegen insgesamt sechs Beschuldigte im Alter von 17 bis 25
Jahren. Einige von ihnen sollen größere Mengen Betäubungsmittel aus den
Niederlanden nach Deutschland illegal eingeführt sowie unerlaubt Handel mit den
Drogen getrieben haben.

Bei Durchsuchungen in
Duisburg, Krefeld und Mülheim an der Ruhr seien mehrere Mobiltelefone sowie
Speichermedien beschlagnahmt worden. Bei zwei männlichen Verdächtigen seien
zudem zehn Gramm Marihuana, mehrere Schreckschuss- und Gaswaffen sowie ein
Schlagring gefunden worden. Auch die Wohnung und der Dienstspind der Polizistin wurden durchsucht. (dpa)