Foto: C_KAWI / Shutterstock.com (Symbolbild)
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Zivilpolizisten haben in Berlin zwei Fahrer von sogenannten Koks-Taxis auf frischer Tat ertappt.

Beamte nahmen am Freitagabend einen 25-Jährigen fest, in dessen Auto sie 34 Portionen Kokain, etwa 1500 Euro Geld und zwei Handys fanden, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Demnach hatten Zivilermittler beobachtet, wie ein 30-jähriger Mann im Stadtteil Friedrichshain in das Auto des 25-Jährigen stieg und mit ihm zu einem Geldautomaten fuhr. Der mutmaßliche Käufer ging den Angaben zufolge zurück zum Auto – und entfernte sich dann wieder.

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Die zuvor gekauften Drogen habe er noch in der Hand gehabt, als die Polizei ihn dann kontrollierte, hieß es. Andere Polizisten verfolgten derweil das Auto, stoppten den 25-Jährigen, durchsuchten den Wagen und nahmen ihn fest.

In der Nacht zum Sonntag fiel den Zivilfahndern in Mitte ein weiteres KoksTaxi auf. Die Beamten nahmen einen 30-jährigen Mann fest, der Kokain von einem 20-jährigen mutmaßlichen Händler gekauft haben soll. In seinem Wagen wurden Drogen gefunden, die nach Polizeiangaben „raffiniert versteckt“ waren. Ein Test ergab, dass er selbst unter Drogeneinfluss stand und vermutlich in diesem Zustand mit dem Wagen gefahren war.

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Der Handel von Kokain per Auto floriert in Berlin und ist verstärkt in den Blick von Ermittlern geraten. Erst am Donnerstag hatten die Behörden nach langer Observierung einen Kokain-Lieferdienst aufgedeckt, elf Autos beschlagnahmt und neun Männer verhaftet. Rund 850 Kunden aus dem gesamten Stadtgebiet sollen regelmäßig bei dem Lieferservice bestellt haben.

Quelle: dpa