Goldbarren Gold
Foto: Heraeus/dpa

Als das Wochenende quasi schon nach ihm rief, machte Sascha Salzmann den größten Fund seines Lebens: einen „Goldschatz“. Auch als Straßenwärter ist das absolut nicht alltäglich.

„Normalerweise finden wir Müll, Flaschen oder gestohlene Geldbeutel“, erklärt der 44-Jährige im Gespräch mit „Bild“. Aber an jenem 19. Oktober des vergangenen Jahres war alles anders: Als Salzmann mit seinem Unimog die B270 in Pirmasens hochfährt, um das Gras des Seitenstreifens zu mähen, nimmt er plötzlich eigenartige Geräusche wahr: „Ich dachte mir zuerst nichts dabei, bin weitergefahren.“

Erst bei seiner zweiten Runde bemerkt er dann, dass er einen großen Fund gemacht hatte. „Ich sah es funkeln auf der Straße“, erinnert er sich. Als er von seiner Maschine steigt, entdeckt er 30 kleine Goldbarren im Scheckkartenformat mit einem Gewicht von jeweils 2,5 Gramm – ein Gesamtwert von rund 4.000 Euro.

>> Kiloweise Gold im Zug vergessen – Besitzer gesucht <<

Salzmann, der beim Landesbetrieb Mobilität angestellt ist, habe dann alles eingesammelt, was er hatte finden können und noch nicht durch den Mäher zerstört worden war, und den Fund zur Polizei gebracht. Die startete sofort die Ermittlungen.

Ende Januar steht dann fest, dass es sich nicht um gestohlene Ware handelt, sondern um Ware einer Schweizer Firma, die für einen Händler bestimmt war – diesen jedoch nie erreichte. Der Grund für den Verlust ist weiterhin ungeklärt.

>> Schwerfälliger Gang: Russin wollte fast zwei Kilo Gold in ihren Schuhen schmuggeln <<

Während der Hersteller den Großteil der Goldbarren wiederbekommen wird, stehen Salzmann fünf Stück zu, die er laut Informationen des Blattes gestern im Namen des Landesbetriebs Mobilität vom Oberbürgermeister in Empfang genommen haben soll. Ob sein Arbeitgeber sie behählt oder Salzmann gibt, war noch nicht geklärt.