Pinzette Penis
Foto: Urology Case Reports Volume 24, May 2019

Vor vier Jahren spielte sich ein damals 18-Jähriger mit einer Pinzette am Penis herum, bis diese in das Geschlechtsteil hineinrutschte. Doch erst vor kurzem wurde sie entfernt.

Als die Ärzte in Wolverhampton den Mann untersuchten, mussten sie wohl zweimal hinhören. Ob er die Pinzette absichtlich in seinen Penis geschoben hatte oder es aus Versehen passiert war, verriet der junge Mann zwar nicht, doch angesichts des langen Zeitraums, in dem sich diese dort befand, rückte das auch schnell in den Hintergrund.

Sofort wurden Röntgenaufnahmen des Genitalbereichs angefertigt, die die Ausführungen des Patienten bestätigten. Wie der Mai-Ausgabe der „Urology Case Reports“ zu entnehmen ist, zeigten diese eine rund acht Zentimeter lange Pinzette, die sich in der Harnröhre befand und dort feststeckte.

Es folgte ein komplizierter Eingriff, denn die Mediziner wollten bleibende Schäden, wie etwa die Beeinträchtigung oder gar den kompletten Verlust der erektilen Funktion, in jedem Fall vermeiden. Dafür mussten sie äußerst vorsichtig zu Werke gehen.

Zunächst wurde der Patient unter Vollnarkose gesetzt. Schnell ertasteten die Ärzte ein Ende der Pinzette, das sich circa sieben Zentimeter entfernt vom Ausgang der Harnröhre befand. Dann folgte der heikle Eingriff: Während ein Chirurg den Penis so fest zusammendrückte, dass die Pinzette geschlossen wurde, führte ein weiterer eine Zange ein und entfernte den „Eindringling“ damit.

Letztlich verlief die Operation verlief sogar so gut, dass nicht einmal ein Katheter zur Harnausscheidung platziert werden musste und der 22-Jährige sofort nach dem Eingriff zurück nach Hause konnte. Der Empfehlung einer psychiatrischen Nachuntersuchung kam er jedoch nicht nach, zur Nachuntersuchung tauchte er auch nicht auf. Da war jemandem wohl etwas mehr als nur peinlich.