Nur wenige Wochen nach der letzten großen Modenschau von Victoria’s Secret haben mehrere Frauen halbnackt und nur in hautfarbener Unterwäsche gekleidet vor einer Filiale der bekannten Dessous-Marke protestiert. Für mehr Toleranz und gegen das gängige Schönheitsideal.

Nein, diese Frauen haben ganz sicher nicht die berühmten Modelmaße 90-60-90. Sicher ist aber: Diese Frauen haben Mut und stehen zu ihren Körpern. In aller Öffentlichtkeit zogen sie sich vor einer „Victoria’s Secret“-Filiale in London aus und posierten mit eindeutigen Botschaften. „Auch unsere Körper zählen“ oder „Wir wollen Vielfalt für alle Marken“, war auf den Schildern zu lesen.

Via Instagram teilten sie ihre Protest-Aktion und posteten zahlreiche Bilder. „Es war großartig, die Leute lächeln, klatschen, jubeln und mit uns reden zu sehen“, schrieben sie dazu.

 
 
 
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Amazing Day yesterday protesting inside and outside Victoria’s Secret then up to Oxford Street. It was great to see people smiling, clapping, cheering and talking to us. Calling for Diversity amongst all brands has always been my mission. Collaborating with the Diverse Brand @nunude_official helped to make my Campaigns worth all the chanting, shouting and explaining to young children. When people look at us and think we are craving for attention because we eat too much they clearly are blind to what is happening out there. We have become so use to seeing one body image that we find it difficult to open up our minds to want to see others. We are representing EVERY BODY TYPE regardless of Age Ethnicity Disfigurement Disability Differences Sexual Orientation Gender and most importantly SIZE. Open your Eyes and Heart to Change. Our children are suffering because of it @britishvogue @graziauk @dailymail @guardian @metro.co.uk #diversityinfashion #bodypositive

Ein Beitrag geteilt von Love Disfigure (@love_disfigure) am Dez 6, 2018 um 10:22 PST

Dass sie als Ort für ihre Aktion einen Laden von Victoria’s Secret auswählten, ist derweil ganz sicher kein Zufall. Zuletzt löste Marketing-Direktor Ed Razek eine Kontroverse aus, als er in einem Interview mit dem Magazin „Vogue“ ausschloss, die Marke könne auf Transgender-Models oder rundliche Mannequins zurückgreifen. Nur wenig später räumte Jan Singer seinen Chef-Posten bei Victoria’s Secret, die Umsätze der Dessous-Marke sanken um zwei Prozent.

Mit einer „frischen Perspektive“ soll nun Modemanager John Mehas die US-Marke aus der Krise führen. Ziel sei es, Produkte und Erlebnisse zu liefern, die bei Frauen auf der ganzen Welt gut ankommen. Und die haben eben nicht alle ideale Modelmaße.

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(Mit Agenturmaterial (AFP))