Foto: ARTFULLY PHOTOGRAPHER/shutterstock
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Paraguayische Medien sprechen vom „peinlichsten Skandal“ der Polizeigeschichte des Landes. Doch was ist passiert?

Eine Räuberbande hat 42 Maschinengewehre aus einem Waffenarsenal entwendet und sie mit Spielzeugpistolen aus Holz und Plastik ersetzt. Ein Vorfall, der der Polizei im 200.000-Einwohner-Ort Capiata nicht gut zu Gesicht steht.

Getoppt wird das allerdings durch den Umstand, dass den Polizeibehörden das Ganze erst viel später auffiel. Seit rund einem Jahr tauchten immer wieder gestohlene Schnellfeuergewehre der Polizei auf dem Schwarzmarkt auf. Erst eine Inspektion der örtlichen Waffenkammer brachte Klarheit: Die Diebe haben die gestohlenen Waffen mit Spielzeuggewehren ausgetauscht, damit ihr Diebeszug nicht auffällt – und hatten damit tatsächlich Erfolg. Das geht aus einem Bericht von „Metro“ hervor.

Die gestohlenen Waffen dienten demnach als Reserve und wurden zuvor durch neuere Modelle ersetzt.

Einige der geklauten Gewehre sollen bereits in Argentinien und Brasilien aufgetaucht sein. Seit Jahren beklagt Brasilien, dass ein großer Teil der beschlagnahmten Waffen aus Paraguay kommt.

Paraguayische Medien, die Fotos der Repliken auf Twitter teilten, sprechen mittlerweile vom „peinlichsten Skandal“ der Polizeigeschichte des Landes.

Die Konsequenz: Der Chef der örtlichen Polizeibehörde ist seinen Job mittlerweile los.

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