norwegian air Flugzeug Billigflieger
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Ein Mann aus Bochum wollte am Wochenende mit einer Billigfluggesellschaft von Düsseldorf nach Teneriffa fliegen, um sich dort zum Stelldichein mit seiner Frau zu treffen. Weil der Flug jedoch mehrfach verschoben wurde, muss der Banker jetzt wohl für immer ohne Kinder bleiben – sagt er zumindest.

Wegen technischer Probleme konnte eine Maschine der Fluggesellschaft Norwegian Air am Freitag nicht wie geplant von Düsseldorf nach Teneriffa abheben. Mangelnde Kommunikation und Service der Billig-Airline sorgten für aufgebrachte Passagiere.

Insgesamt soll die Abflugzeit von Flug D8 8667 so oft verschoben worden sein, dass die Passagiere drei Tage am Flughafen festhingen. Der Journalist Tim Röhn berichtete auf Twitter, dass sogar die Polizei eingeschaltet wurde und die erhitzten Gemüter beruhigen musste. Von der Airline habe sich niemand blicken lassen und auch telefonische Anfragen seien unbeantwortet geblieben.

Ebenfalls nach Teneriffa fliegen wollte Gibran Armijo, ein Banker aus Bochum. Er ließ seinem Unmut auf Twitter freien Lauf. „Jeder Passagier hat sein eigenes Drama, meins: Meine Frau hat am Zielort auf mich gewartet, wir hatten ein Fruchtbarkeitsfenster von lediglich 24 Stunden“, informierte er alle Welt über seine private Familienplanung.

Diese sei nun für immer über den Haufen geworfen: „Es war wahrscheinlich unsere letzte Chance, Eltern zu werden“, teilt Armijo mit und fragt die Airline: „Wie werdet ihr das wieder gutmachen?“ Warum es kein neues Fruchtbarkeitsfenster geben wird, zu dem sich Armijo und seine Frau treffen können, teilte der Banker leider nicht mit – und hinterlässt damit ein paar offene Fragen.

Am Sonntag konnte der Flieger dann doch noch abheben – nach drei Tagen am Flughafen, zwei Absagen und sechs Flugzeit-Verschiebungen, wie Armijo mitteilt. Bitter: Für die Passagiere wartete auf der spanischen Insel der nächste Schock. Denn auf ganz Teneriffa ist am Sonntag der Strom ausgefallen.

Insgesamt neun Stunden lang blieb die gesamte Insel ohne Elektrizität, bevor die Versorgung am späten Abend wieder sichergestellt werden konnte. An den Mythos vom Babyboom nach einem Stromausfall will Armijo aber bestimmt auch nicht glauben.