Omikron-Ausbruch in Norwegen: Erkenntnisse für Verlauf in Deutschland

Der Omikron-Ausbrauch im norwegischen Oslo liefert wichtige Erkenntnisse für die neue Virusvariante. Die Symptome deuten auf keinen leichteren Verlauf für Erkrankte hin. Auch Christian Drosten schlägt Alarm.
Corona Test Stäbchen
Ein Corona-Test bringt Klarheit, ob sich der Patient infiziert hat. Foto: Tom Weller/dpa

Nach einer Firmenfeier im norwegischen Oslo, bei der sich rund 120 Menschen mit der Omikron-Variante infiziert haben, gibt es nun weitere Erkenntnisse. Bekannt war bislang, dass ein Reiserückkehrer aus Südafrika den Ausbruch ausgelöst hat, nun aber hat das „Norwegian Institute of Public Health“ (NIPH) eine Studie zu dem Ausbruch veröffentlicht.

Denn wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) berichtet, wurde bereits kurz nach dem Ausbruch eine Befragung durchgeführt. Dort nahmen 111 der 117 Gäste teil und liefern so wichtige Erkenntnisse für den weiteren Umgang mit der neuen Variante.

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So waren laut der Studie 96 Prozent der Gäste bereits zweimal gegen das Coronavirus geimpft. Auch ist das Durchschnittsalter aller Gäste mit 38 Jahren sehr gering. Der Älteste Gast war 68 Jahre alt, der jüngste 26. Im Schnitt waren die Zweitimpfungen 79 Tage zuvor, die Inkubationszeit der Infizierten dauerte im Schnitt drei Tage.

Mittelschwere Symptome, besorgter Christian Drosten

Zudem konnte im Detail festgestellt werden, unter welchen Beschwerden die Infizierten litten. So hatten 81 Prozent der 117 Gäste die Omikron-Variante. Und trotz zweifacher Impfung zeigten 91 Prozent der positiv Getesteten etliche Symptome. 83 Prozent litten an Husten, 78 Prozent klagten über eine verstopfte Nase, 74 Prozent gaben Müdigkeit an, 72 Prozent schlugen sich mit Halsschmerzen herum, weitere 68 Prozent hatten Kopfschmerzen und 54 Prozent bekamen Fieber. Der Schweregrad der Symptome wurde von den meisten Befragten als mittelschwer eingeschätzt.

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Aber, und das ist das große Plus bislang, es musste noch niemand der Infizierten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Virologe Christian Drosten gibt sich auf Twitter dennoch besorgt, denn seiner Meinung nach ist es ein Trugschluss, davon auszugehen, dass die Omikron-Variante für mildere Verläufe sorgt.

Nach allen bisherigen Erkenntnissen werden nun auch in Norwegen Booster-Impfungen durchgeführt, da sich auch hier bestätigt hat, dass der Schutz deutlich erhöht ist nach einer Booster-Impfung.

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