Oktoberfest findet 2022 wieder statt – ohne Corona-Regeln

Dirndl mit Maske? Das passt so gar nicht zusammen. Muss es auch nicht. Denn 2022 findet das Oktoberfest endlich wieder statt – und zwar ganz ohne Corona-Regeln.
Bier Wiesn Oktoberfest Dirndl
Foto: Frank Gaertner/shutterstock
Bier Wiesn Oktoberfest Dirndl
Foto: Frank Gaertner/shutterstock

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause feiert die Stadt München 2022 endlich wieder das Oktoberfest. Das verkündete Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Freitag. Zugangsbeschränkungen wie 2g oder 3G oder eine Maskenpflicht soll es nicht geben. Am 17. September 2022 heißt es auf der Theresienwiese also wieder: „Ozapft is“. Das Fest dauert bis zum 3. Oktober.

Rund sechs Millionen Besucher lockte das größte Volksfest der Welt vor der Pandemie an. 2020 und 2021 war es wegen Covid-19 abgesagt worden. Längere Pausen gab es in der über 200-jährigen Geschichte des Volksfestes nur in Kriegszeiten.

 

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Markus Söder zum Oktoberfest: „Ich finde, wir sollten das tun“

Mittlerweile sind im Freistaat die Corona-Auflagen für Volksfeste weggefallen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte klargestellt, dass das Oktoberfest nach seiner Überzeugung „zumindest nach rechtlichen Gesichtspunkten“ stattfinden müsse. „Ich finde, wir sollten das tun“, sagte er auch. Die Entscheidung, ob und wie Volksfeste stattfinden, treffen allerdings die jeweiligen Kommunen. Somit lag der Ball bei der Landeshauptstadt.

Schon im vergangenen Jahr hatten sich die Verantwortlichen der Stadt zuversichtlich geäußert, dass dieses Jahr auf der Theresienwiese wieder Bier in Strömen fließen könnte. Es würden Konzepte entwickelt, wie die Wiesn 2022 stattfinden könne und die Gäste so sicher wie irgend möglich Spaß haben könnten, sagte Reiter im vergangenen September. Ähnlich äußerte sich Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU).

Oktoberfest 2022: Vitali Klitschko kritisiert Wiesn-Plan

Kurzzeitig war überlegt worden, ob das Fest wegen der im Herbst steigenden Infektionszahlen vorverlegt werden könnte. Das wurde aber rasch verworfen.

Zuletzt war nach einem Auftritt des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko im Münchner Stadtrat per Live-Schalte debattiert worden, ob angesichts des Krieges und des Leidens der Menschen fröhlich gefeiert werden könne. Die Wiesnwirte hatten entgegnet, es trage zur Völkerverständigung bei, wenn Menschen aus aller Welt friedlich zusammen feierten. Argumentiert wurde auch, eine Absage spiele eher Kremlchef Wladimir Putin in die Hände, weil dies seine Macht zeige.

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dpa