Coronavirus Oakland Grand Princess
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Nach Tagen des Leerlaufs vor der Küste Kaliforniens aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus dürfen die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes „Grand Princess“ von Bord gehen.

Beamte begannen am Montag (Ortszeit) damit, Tausende für Quarantänemaßnahmen zu Militärstützpunkten oder in ihre Heimatländer zu bringen. Passagiere mit Kabinen an der Außenwand winkten von Balkonen, einige verließen ihre Isolation in Kabinen unter Deck.

Coronavirus: Kreuzfahrtschiff „Grand Princess“ darf in Oakland andocken

Die „Grand Princess“ war zuvor mit mehr als 3500 Menschen an Bord in den Hafen von Oakland eingelaufen. Bei 21 von ihnen wurde eine Infektion mit dem Virus festgestellt. Als das Schiff unter der berühmten Golden Gate Bridge durchfuhr, habe jeder „geschrien und geklatscht“, berichtete die Passagierin Karen Schwartz.

Grand Princess Oakland Passagiere
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Am späten Montagnachmittag waren bereits 23 Menschen vom Schiff geholt worden, die dringend medizinische Versorgung benötigten. Es war unklar, wie viele von ihnen positiv auf das neue Coronavirus getestet worden waren, wie Brian Ferguson sagte, ein Sprecher der kalifornischen Notfalldienste.

Schwimmender Brutkasten: Coronavirus trifft Kreuzfahrtschiffe

Fernseh-Liveaufnahmen zeigten mindestens einen Passagier, einen älteren Mann mit Atemschutzmaske, der auf eine Liege kletterte und in einen Rettungswagen getragen wurde. Offiziellen Angaben zufolge wird das Verlassen des Schiffes bis zu drei Tage dauern.

Coronavirus: 21 Infizierte auf Kreuzfahrtschiff „Grand Princess“ vor US-Küste

Nach den schweren Krankenfällen gingen zunächst viele der etwa 240 Kanadier von Bord der „Grand Princess“. Kanada und Großbritannien hatten Flugzeuge geschickt, um ihre Staatsbürger nach Hause zu holen.

Quelle: dpa