Foto: vzwer/shutterstock
Foto: vzwer/shutterstock

Ein 22-Jähriger soll im nördlichen Rheinland-Pfalz einem anderen jungen Mann mit einer Machete eine Hand abgetrennt haben. Der 21-Jährige erlitt bei der Tat in Ochtendung außerdem Verletzungen am Kopf und schwebte zeitweise in Lebensgefahr.

Das teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz am Montag mit. Der 22-Jährige habe gegenüber den Ermittlern angegeben, zuvor von dem Jüngeren beschossen worden zu sein.

Zu dem Vorfall war es am späten Samstagabend in der Nähe einer Grillhütte gekommen. Der 22-Jährige sagte der Polizei, er habe mit der Machete in seiner Gartenlaube Feuerholz gehackt. Dabei habe er einen Autounfall auf einem nahen Waldweg bemerkt.

Schüsse nach Verkehrsunfall

Als er dem Fahrer habe helfen wollen, habe dieser plötzlich eine Schusswaffe aus dem Handschuhfach geholt und mehrfach auf ihn geschossen. Als Reaktion darauf habe er dem Fahrer mit der Machete eine Hand abgetrennt. Minuten später seien zwei Männer aus der Richtung des Grillplatzes gekommen und hätten ihm mehrmals ins Gesicht geschlagen.

Aufgrund seiner Verletzungen musste auch der 22-Jährige im Krankenhaus versorgt werden. Bei der Schusswaffe handelte es sich laut Staatsanwaltschaft um eine Schreckschusswaffe.

Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauerten noch an. Derzeit könne nicht ausgeschlossen werden, dass der 22-Jährige aus Notwehr handelte, hieß es. Gegen ihn werde nun wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. Er sei zunächst festgenommen worden, später aber wieder auf freien Fuß gekommen.

Quelle: dpa