Erneut ist in Italien ein Baby nach einer Beschneidung zu Hause ums Leben gekommen. Der Junge sei wenige Wochen alt gewesen, berichteten italienische Nachrichtenagenturen am Mittwoch unter Berufung auf die Ermittler.

Die Mutter und die Großmutter des Kindes, sollten befragt werden – auch um zu klären, wer die Beschneidung durchgeführt hat. Die Nigerianerinnen hatten der Nachrichtenagentur Ansa zufolge den Notarzt alarmiert. Die Rettungskräfte konnten beim Eintreffen aber nichts mehr für das Baby tun.

Der Vorfall ereignete sich den Berichten zufolge in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Genua. Sowohl Ende März als auch im Dezember waren in Italien Kinder infolge einer Beschneidung zu Hause gestorben.

Vor allem muslimische und jüdische Familien lassen ihre Kinder aus hygienischen und religiösen Gründen beschneiden. Nach dem Tod eines fünf Monate alten Babys im März hatte es Appelle an Eltern unter anderem von Gesundheitsministerin Giulia Grillo gegeben, Beschneidungen nicht illegal vorzunehmen.

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(dpa)