Neuseeland Rugby All Blacks Fans
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Nach dem offiziell verkündeten Ende der Corona-Krise in Neuseeland dürfen auch Sportveranstaltungen ohne Einschränkungen und mit Zuschauern stattfinden. Das gilt vor allem für den Super Rugby.

Am Wochenende werden in der ersten Runde des zehnwöchigen Wettbewerbs volle Stadien erwartet. Die erste Partie ist am Samstag Highlanders gegen Chiefs im Forsyth-Barr-Stadion in Dunedin.

Mark Robinson, der Vorsitzende des neuseeländischen Rugby-Verbandes, bezeichnete das Ende der Restriktionen als „fantastische Neuigkeit“ für den Nationalsport. „Wir sind unglaublich stolz und dankbar, dass wir als erster professioneller Sportwettbewerb der Welt in der Lage sind, unsere Mannschaften wieder vor ihren Fans spielen zu lassen“, sagte er. Es werde ein „sehr spezieller und einzigartiger Wettbewerb“.

Super Rugby ist ein multinationaler Wettbewerb, an dem sonst auch Teams aus Australien, Südafrika, Argentinien und Japan teilnehmen. Er war Mitte März gestoppt worden. In der jetzt durchgeführten Form nehmen lediglich fünf Teams aus Neuseeland teil.

Letzter Covid-19-Patient gesund – Neuseeland coronafrei

Am Montag hatte die neuseeländische Regierung verkündet, dass der Coronavirus besiegt sei. Wie das Gesundheitsministerium bekanntgab, hat der letzte Patient im Land seit 48 Stunden keinerlei Symptome mehr und gilt als genesen. Da es keinen einzigen aktiven Infektionsfall in Land gebe, werde man die Corona-Einschränkungen aufheben, kündigte die Regierung an.

Neuseeland hat nach offiziellen Angaben keine aktiven Corona-Infektionen mehr. Die letzte bekannte infizierte Person sei geheilt, teilten die Behörden am Montag mit. In den vergangenen 17 Tagen seien bei fast 40.000 Tests keine neuen Fälle mehr entdeckt worden, seit zwölf Tagen werde auch kein Patient mehr mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt, sagte Premierministerin Jacinda Ardern. Das Kabinett habe daher eine weitere Phase der Normalisierung beschlossen, die ab Mitternacht gelte.

Ardern zeigte sich zuversichtlich, dass Neuseeland die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 fürs erste unterdrückt habe. Dies gelte aber nur für den Augenblick. Es werde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit neue Fälle geben. „Das ist (dann) kein Zeichen dafür, dass wir gescheitert sind, es ist die Realität dieses Virus“, sagte sie. Das Land müsse darauf vorbereitet sein.

Neuseeland hat bei etwa fünf Millionen Einwohnern etwas mehr als 1500 Infektionen mit dem Virus registriert, 22 Infizierte starben. Experten führen den Erfolg im Kampf gegen die Pandemie unter anderem auf die isolierte Lage das Landes im Südpazifik zurück, aber auch auf das entschlossene Vorgehen der Regierung. Ardern hatte sehr früh strenge Ausgangssperren verhängt und die Grenzen geschlossen.

Quelle: dpa