Neunjährige gegen Corona geimpft – Verfahren gegen den Arzt eingestellt

Ein Arzt in Schwaben geriet im Juni in die Schlagzeilen, weil er eine Neunjährige gegen Corona impfte. Erst wurde gegen ihn ermittelt, nun das Verfahren eingestellt.
Corona-Impfung
Die Momentaufnahme zeigt eine Impfung gegen das Coronavirus. Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Corona-Impfung
Die Momentaufnahme zeigt eine Impfung gegen das Coronavirus. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Nach der unzulässigen Impfung eines neunjährigen Mädchens in einem kommunalen Impfzentrum in Schwaben hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen einen Arzt eingestellt.

Zur Impfung Anfang Juni sei es nur gekommen, weil der Vater auf die Frage, wer zu impfen sei, in einem unangemessenen Scherz seine Tochter genannt haben soll, teilte die Staatsanwaltschaft Augsburg am Dienstag mit.

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Der Mediziner habe dies nicht als Scherz erkannt, zumal sich das Kind statt des Vaters auf den Impfplatz setzte. Auch die weiteren Vorbereitungen seien unwidersprochen geduldet worden. Allerdings habe der Arzt die erforderliche Kontrollen unterlassen, um die unzulässige Impfung auszuschließen. Gegen ihn war wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt worden.

Für die Einstellung des Verfahrens sei neben dem Scherz besonders ausschlaggebend gewesen, dass bei dem Mädchen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen festgestellt worden seien. Die Eltern hätten auch keinen Strafantrag gestellt, so die Staatsanwaltschaft. Dem beschuldigtem Arzt sei zudem fristlos gekündigt worden. Der Vorfall habe ihn sehr mitgenommen.

dpa