Neun Unfälle mit 20 Autos auf A6 – Autos zerfetzt

Auf einmal war es glatt! Neun Autounfälle haben sich auf der Autobahn 6 bei Amberg in der Oberpfalz wegen Straßenglätte ereignet. Auf einem Abschnitt von etwa einem Kilometer waren insgesamt 20 Autos in die Unfälle verwickelt. In anderen Teilen Deutschlands gab es zwei Tote auf glatten Straßen.
Straßenglätte in der Oberpfalz: Neun Unfälle mit 20 Autos auf A6
Foto: Vifogra/vifogra/dpa

Neun Autounfälle haben sich auf der Autobahn 6 bei Amberg in der Oberpfalz wegen Straßenglätte ereignet. Auf einem Abschnitt von etwa einem Kilometer waren insgesamt 20 Autos in die Unfälle verwickelt, wie ein Polizeisprecher am Donnerstagabend sagte. Dabei wurden sechs Menschen leicht verletzt und in Krankenhäuser gebracht.

Einige Autos wurden regelrecht auseinandergerissen, wie Fotos von dem Unfall zeigen. Weitere Informationen zu den einzelnen Unfällen wurden am Abend nicht bekannt. Die A6 wurde nach zwischenzeitlicher Sperrung wieder in beide Richtungen freigegeben.

Unfälle auf der A93 und in Regensburg

Auch auf der A93 zwischen Wiesau und Mitterteich krachten zwölf Fahrzeuge bei zwei Unfällen ineinander. Dabei wurden drei Menschen leicht verletzt und in Krankenhäuser gebracht.

In Regensburg ist ein Linienbus in geparkte Autos gefahren. Drei Fahrgäste kamen leicht verletzt in Krankenhäuser, neun geparkte Fahrzeuge wurden beschädigt.

Auf winterglatten Straßen ist es in Deutschland zu zahlreichen Rutschpartien und Unfällen gekommen. Seit Donnerstagnachmittag starben mindestens zwei Menschen, viele weitere wurden verletzt.

Zwei Tote in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen

Beim Zusammenstoß von zwei Autos in Mecklenburg-Vorpommern starb ein 19-jähriger Autofahrer. Die Fahrerin des anderen Autos wurde schwer verletzt. Die zwei Unfallbeteiligten waren am Donnerstagnachmittag mit ihren Fahrzeugen auf einer winterglatten Landstraße bei Reinberg in einer Kurve frontal zusammengestoßen. Eine 15-Jährige starb am Donnerstagnachmittag bei einem Unfall im niedersächsischen Kreis Stade. Vermutlich hatte ihr Vater, der den Wagen steuerte, aufgrund von Straßenglätte die Kontrolle über das mit fünf Personen besetzte Fahrzeug verloren, das gegen einen Baum prallte. Der Fahrer, seine zwei Kinder im Alter von 4 und 8 Jahren sowie ein 15-jähriger Junge wurden nach Polizeiangaben mit zum Teil schweren Verletzungen in Kliniken gebracht.

Auch im Norden sorgten Schnee und Glätte in der Nacht zu Freitag noch für Unfälle auf den Straßen. Zuvor kam es bereits am Donnerstag zu zahlreichen witterungsbedingten Unfällen, wie die Polizei mitteilte. In der südlichen Region Schleswig-Holsteins verzeichnete die Polizei seit Donnerstagnachmittag mehr als 75 Glätteunfälle. „Viele sind in den Graben gerutscht, meist blieb es bei Blechschäden“, sagte eine Sprecherin am Morgen. Auf der A7 in Richtung Flensburg gab es zwei Leichtverletzte.

Bei der Deutschen Bahn lief die Weihnachtsreisewelle ohne größere Probleme an. „Der Bahnverkehr verlief trotz einiger witterungsbedingter Störungen im Norden Deutschlands insgesamt ruhig“, teilte eine Sprecherin des Konzerns am Freitag mit. Die Bahn hatte für den Donnerstag vor den Feiertagen und für den Montag nach den Feiertagen mit besonders vielen Reisenden gerechnet. Nach Angaben eines Sprechers liegen die Buchungszahlen höher als im vergangenen Jahr, jedoch immer noch 35 bis 40 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau.

Wetterteilung in Deutschland ab Samstag

Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach erwartet in der Nacht zum Samstag bis in die nördliche Mitte Deutschlands Schneefälle, gebietsweise müsse mit Glätte durch Gefrieren von Nässe gerechnet werden. Im Süden und Südwesten bleibt es hingegen meist frostfrei. Am ersten Weihnachtsfeiertag wird es nahezu in der gesamten Nordhälfte sonnig, trocken und kalt mit Dauerfrost. Im Übergang der Luftmassengrenze über der Mitte Deutschlands ist auf der Nordseite meist Schnee, auf der Südseite zeitweise Regen zu erwarten. Während die Höchstwerte im Norden zwischen minus drei Grad und null Grad liegen, werden im Süden drei bis zehn Grad erwartet. In der Nacht hingegen sind gerade unter Schnee bis zu minus zehn Grad möglich.

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dpa