Foto: Marwan Ali/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Regierung im Sudan hat wegen schwerer Überschwemmungen für drei Monate den Notstand ausgerufen. Das gesamte Land im Nordosten Afrikas ist zu einem Naturkatastrophengebiet erklärt worden.

Das teilte die Regierung in der Nacht zum Samstag in einer Mitteilung des Arbeitsministeriums nach einem Treffen des Sicherheits- und Verteidigungsrats mit. Mindestens 99 Menschen seien bereits getötet worden, insgesamt seien mehr als eine halbe Million Menschen betroffen. Zudem seien mehr als 100 000 Häuser beschädigt oder zerstört, hieß es.

Wegen Regenfällen in Äthiopien und Uganda kommt es jedes Jahr im Sudan zu großen Überschwemmungen des Nils. Zudem hat es in den vergangenen Wochen im Sudan viel geregnet.

>> Drama nach Überschwemmung: Neunköpfige Familie ertrinkt in ihrem Haus <<

Jüngst wurde in dem Land laut Behörden der höchste Stand des Nils seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Unter anderem deswegen hätte der derzeit gebaute Renaissance-Staudamm flussaufwärts in Äthiopien, der in der Region für viel Streit sorgt, große Vorteile für den Sudan: Experten meinen, der Staudamm werde die jährlichen Überschwemmungen künftig regulieren können.

Quelle: dpa