Nach Wut-Video erklärt ehemalige LMU-Mitarbeiterin: „Corona ist echt“

Die ehemalige Mitarbeiterin der Pathologie an der Münchner Universität hat sich erneut mit einem Video gemeldet. Dort rudert sie zurück und entschuldigt sich für ihren Ausbruch.
Leichenhalle Pathologie
Foto: Ivan Valencia/AP/dpa

Ihr Video löste sowohl eine Welle der Empörung, als auch einen Solidaritätsschwall aus. Die ehemalige Leichen-Präparatorin aus der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München wurde aufgrund eines Wutvideos, welches sie in der Pathologie der LMU gedreht hatte, vergangene Woche freigestellt.

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In dem Video hatte sie noch erklärt: „Wir haben den Notstand in Deutschland nicht wegen Corona, sondern wegen dem Fachkräftemangel.“ Auch weitere Aussagen von ihr waren brisant, weshalb die LMU bereits kurz danach die Reißleine zog und der Studentin erst Hausverbot erteilte und sie anschließend freistellte. Eine fristlose Kündigung soll darüber hinaus vorbereitet werden.

Nun hat sich die 27-Jährige erneut zu Wort gemeldet und ein neues Video auf ihren Instagram-Kanal hochgeladen. Dort erklärt sie: „Es ist alles aus dem Ruder gelaufen. So wollte ich das nicht. Ich habe meinen Job sieben Jahre lang super gerne gemacht. Ich würde mich freuen, wenn ich meinem Arbeitgeber weiter meine Dienste zur Verfügung stellen kann.“

 

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Offenbar bereut sie ihren Fauxpas in der Pathologie der LMU. Auch distanziert sie sich von jeglicher Art von Leugnung der Krankheit: „Ich habe mit den Querdenkern nichts am Hut!“ Auch von Instrumentalisierungen der AfD nimmt sie weiten Abstand und erklärt nur, dass sie es als eine Frechheit empfindet.

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Dennoch hat sie erneut einen Seitenhieb für die Corona-Politik der Bundesregierung parat. „Corona ist echt. Corona ist gefährlich. Es steht außer Zweifel, dass das Coronavirus schwere Krankheitsverläufe verursachen, und Langzeitschäden zur Folge haben kann, bis hin zum Tod. Deshalb ist eine gute Vorsorge aller Menschen und eine gute medizinische Versorgung der Betroffenen unabdingbar. Die derzeitige Corona-Politik erfolgt rein situativ, hat keine Langzeitstrategie, und vernichtet Existenzen.“

Ob das reicht, um ihren Job in der LMU wieder zu bekommen, darf aber bezweifelt werden.