Frau überlebt Corona-Koma dank Viagra! Neuer Trumpf gegen das Virus?

Eine 37-jährige Frau in England überlebte die Corona-Infektion nur dank der Viagra-Pille. Schon länger testen Wissenschaftler die Wirkung des Präparats auf das Virus.
Foto: Uli Deck/dpa
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In Lincolnshire im Osten Englands geschah dank Viagra ein kleines Weihnachtswunder. Die 37-jährige Monica Almeida konnte dem Corona-Tod dank der kleinen blauen Pillen noch mal von der Schippe springen.

Zunächst wurde bei der zweifachen Mutter, die selbst spezialisierte Atemwegskrankenschwester ist, im Oktober Corona diagnostiziert. Sie verlor ihren Geschmacks- und ihren Geruchssinn und hustete bereits vier Tage nach der Diagnose erstmals Blut. Nachdem einen Tag später auch ihre Sauerstoffzufuhr in den Keller fiel, ging sie ins Krankenhaus, wurde dort aber ohne Behandlung und nur mit einem Rezept wieder entlassen.

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Innerhalb von zwei Stunden daheim konnte sie nicht mehr atmen und wurde ins Lincoln County Hospital direkt in den Reanimationsraum gebracht. Da sich ihr Zustand trotz aller Anstrengungen der Ärzte nicht bessern wollte, wurde sie auf die Intensivstation verlegt. Am 16. November wurde sie schließlich in ein Koma versetzt, damit sie sich stabilisiert.

Von der Verzweiflung angetrieben

Doch die Zuversicht schien auch bei den Ärzten inzwischen zu schwinden, denn sie übermittelten den Eltern der 37-Jährigen, dass sie besser von Portugal nach England reisen sollten, um sich von ihrer Tochter zu verabschieden. Durch die verzweifelte Lage entschieden sich die Ärzte schließlich zum ungewöhnlichen Schritt und ordneten die Behandlung mit Viagra an.

„Es war mein kleines Weihnachtswunder“, erklärte die Mutter zweier Söhne anschließend gegenüber der englischen Tageszeitung „The Sun„. Am 14. Dezember wachte sie aus dem Koma wieder auf, am 24. Dezember durfte sie das Krankenhaus wieder verlassen.

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Wie das Blatt weiter ausführt, ist Viagra bereits zuvor schon als Möglichkeit zur Behandlung von Corona-Patienten aufgetaucht, da die Pille die Blutgefäße erweitert und die Atemwege öffnet. Derzeit testen Wissenschaftler, ob es genauso angewendet werden kann wie das Inhalieren von Stickstoffmonoxid, das den Sauerstoffgehalt im Blut erhöhen kann.

Monica Almeida ist fest davon überzeugt, dass es das Viagra war, was ihr das Leben gerettet hat. „Innerhalb von 48 Stunden waren meine Atemwege wieder offen und meine Lunge reagierte wieder. Das ist es, wie das Medikament funktioniert. Es erweitert deine Blutgefäße“, so die Frau.

Nun appelliert sie an ihr Umfeld, sich impfen zu lassen. Denn auch in Lincolnshire stünden die Leute der Impfung kritisch gegenüber. Sie wiederum sieht ihren Fall als Warnung für alle. „Ich hätte niemals gedacht, dass ich mit 37 Jahren so krank werden würde. Ich wünsche mir, dass die Leute es ernster nehmen würden.“

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