Waschbär im Wald
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Die Geschichte eines wohl betrunkenen Waschbären, der am Wochenende über den Erfurter Weihnachtsmarkt torkelte, hat eine dramatische Wendung genommen. Denn das Tier wurde nicht gerettet, sondern einfach erschossen.

Zunächst hieß es, dass alarmierte Feuerwehrleute den offensichtlich alkoholisierten Waschbären am Samstag in ein Tierheim gebracht hätten. Doch dem war offenbar nicht so! Denn wie ein Sprecher des städtischen Tierheims dem MDR Thüringen bestätigte, wurde der Waschbär erschossen.

Demnach sei das Tier vom Stadtjäger bei der Feuerwehr abgeholt und dann einfach getötet worden. Wo genau, ist unklar. In einem entsprechenden Beitrag des Tierheims bei Facebook, der mittlerweile allerdings wieder entfernt wurde, hieß es nach hunderten empörten Kommentaren lediglich: „Er sei eine Plage, ist die Begründung.“

In Deutschland fällt der Waschbär unter das Landesjagdgesetz und darf vom 1. September bis zum 28. Februar bejagt werden. Jungtiere dürfen laut Naturschutzbund NRW (NABU) zudem ganzjährig bejagt werden.

Seit 2016 wird er zudem auf der EU-Liste der „invasiven, gebietsfremden Arten“ geführt. Diese benennt Tier- und Pflanzenarten, „die mit ihrer Ausbreitung Lebensräume, Arten oder Ökosysteme beeinträchtigen und daher der biologischen Vielfalt schaden können“, so der NABU.