Nach dem tödlichen Feuer in einem Etablissement für sogenannte Escape Games sind in Polen 13 ähnliche Stätten geschlossen worden. Das teilte der Chef der polnischen Feuerwehr, Leszek Suski, am Sonntag mit. Er begründete das mit mangelnden Sicherheitsmaßnamen, die bei einer speziellen Überprüfung festgestellt worden seien.

In der Escape-Room-Stätte in Koszalin, in der am Freitag fünf 15-jährige Mädchen umkamen, seien Wege zu Notausgängen nicht markiert gewesen.

Der Raum, in dem die Mächen bei einer Geburtstagsparty spielten, war wie bei dem Spiel üblich abgeschlossen. Feuerwehrmänner fanden ihre Leichen, nachdem sie ein Feuer neben dem Raum gelöscht hatten. Obduktionsergebnissen zufolge starben sie an Kohlenmonoxid-Vergiftungen.

Ministerpräsident Mateusz Morawiecki rief Nutzer von Escape Rooms am Sonntag auf, den Behörden Unregelmäßigkeiten zu melden.
Bei Escape Games lassen sich Spieler freiwillig in einen Raum einschließen und müssen dort Aufgaben und Rätsel lösen, um ihn wieder verlassen zu können. Sie können das Spiel aber auch jederzeit abbrechen.

Der Besitzer des Unglücksbetriebs wurde derweil vorläufig festgenommen worden. Es handele sich um einen 28 Jahre alten Mann aus der Woiwodschaft Großpolen, sagte Polizeipräsident Jaroslaw Szymczyk am Sonntag auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Dieser sei nicht vorbestraft. Das Unternehmen war für eine Stellungnahme telefonisch nicht zu erreichen.

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