Nach dem 9-Euro-Ticket: Neue Ticket-Umsetzung braucht ca. drei Monate

Das 9-Euro-Ticket ist ab Donnerstag Geschichte. Für eine neue Lösung brauchen die Verkehrsunternehmen drei Monate zur Realisierung.
9-Euro-Ticket - Pfingstreiseverkehr in Köln
Bahnfahrer drängen sich am Eingang eines Regionalzuges am Deutzer Bahnhof. Foto: Roberto Pfeil/dpa
9-Euro-Ticket - Pfingstreiseverkehr in Köln
Bahnfahrer drängen sich am Eingang eines Regionalzuges am Deutzer Bahnhof. Foto: Roberto Pfeil/dpa

Wie geht es jetzt nach dem 9-Euro-Ticket weiter? Sollte eine Anschlusslösung gefunden werden, bräuchten die Verkehrsunternehmen aus Sicht ihres Branchenverbands für die Realisierung etwa drei Monate. Sollte die Politik also ein neues Angebot zum 1. Januar des kommenden Jahres starten wollen, müssten die politischen Entscheidungsprozesse „idealerweise“ bis Anfang Oktober abgeschlossen sein, sagte ein Sprecher des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) der Deutschen Presse-Agentur.

Einig werden müssten sich bis dahin nicht nur Bund und Länder über die Finanzierung. Auch die sogenannten Tarifgeber, in der Regel die Länder, müssten den neuen Tarif noch genehmigen – ein formaler Prozess, der aber ebenfalls einkalkuliert werden müsse.

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Das 9-Euro-Ticket läuft an diesem Mittwoch aus. Der Bund hatte die dreimonatige Aktion mit 2,5 Milliarden Euro zum Ausgleich von Einnahmeausfällen bei Verkehrsunternehmen finanziert. Mit dem immer bis Monatsende gültigen Ticket konnte bundesweit im Juni, Juli und August der öffentliche Nahverkehr genutzt werden. Der VDV spricht von rund 52 Millionen verkaufter Tickets über den gesamten Zeitraum bundesweit.

dpa