Nach Corona-Party im Flugzeug: Influencer sitzen in Mexiko fest, weil sie niemand nach Hause fliegen will

Eine Gruppe kanadischer Influencer wollte Silvester in Mexiko feiern. Auf dem Party-Flug nach Cancun steckten sich 30 Personen mit Corona an. Nun kommen sie nicht zurück nach Kanada.

„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“, dachten sich wohl diese Influencer aus Kanada. Doch der Schuss ging nach hinten los. Nach der hemmungslosen Flugzeug-Party Ende Dezember auf dem Weg von Montreal nach Mexiko haben sich 30 Personen mit Corona infiziert. Nun sitzen sie in Cancun fest – weil sie niemand nach Hause fliegen will.

Videos des Fluges vom 30. Dezember hatten schnell die Runde gemacht. Zu sehen waren feiernde Menschen – ohne Abstand und Masken, dafür aber mit reichlich Alkohol. Sogar zu Sex soll es im Flieger gekommen sein. Dass das in einer Zeit, in der in Kanada die Infektionszahlen auf einem Rekordhoch liegen, für Empörung sorgt, liegt auf der Hand.

Sogar so sehr, dass sich der kanadische Premierminister Justin Trudeau dazu genötigt sah, sich die Influencer verbal zur Brust zu nehmen. „Wenn sich eine Bande Idioten entscheidet, wie die Ostgoten auf Ferienreise zu gehen, dann ist das extrem frustrierend, demoralisierend“, sagte er vor Journalisten. Er bezeichnete das Verhalten seiner Landsleute als „inakzeptabel“.

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Party-Influencer sitzen in Mexiko fest: „Niemanden getötet“

Und als sei das alles nicht schon genug, stecken die Feierbiester nun auch noch in Mexiko fest. Denn: Nachdem die Fluggesellschaft Sunwing, die den Hinflug durchgeführt hatte, den Rückflug strich, haben auch zahlreiche andere Gesellschaften die involvierten Personen von ihren Flügen ausgeschlossen. Gegenüber der Canadian Press erklärte eine 19 Jahre alte Mitreisende, die den Trip wohl gewonnen hatte: „Ich hatte eine entspannte Woche erwartet, in der ich vorsichtig sein würde. Aber das entpuppt sich als teure Reise für etwas, das eigentlich kostenlos sein sollte.“

Doch von Reue ist bei den Veranstaltern des Party-Trips keine Spur. Im Gegenteil: Am Sonntag gingen der vermeintliche Organisator und ein weiterer Teilnehmer bei Instagram live und äußerten sich erstmals zu den Vorwürfen. Sie hätten „niemanden getötet“ und „keine Verbrechen begangen“.

Es ist wahrscheinlich, dass die Teilnehmer bei einer Rückkehr in die Heimat noch Konsequenzen erwarten. Zuerst aber müssen sie eine Fluggesellschaft finden, die sie überhaupt nach Hause fliegen will.

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