Hotelpool-Unglück Weihnachten Schwimmbecken
Foto: Uncredited/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach dem Badeunfall in einem spanischen Urlaubsresort mit drei Toten hat die Mutter der Darstellung der Polizei widersprochen, wonach ihre ertrunkenen Familienmitglieder nicht schwimmen konnten.

„Alle drei konnten schwimmen. […] Ich glaube, dass etwas mit dem Pool nicht stimmte, was das Schwimmen zu diesem Zeitpunkt für sie schwierig machte“, erklärte die Frau in einer von ihrer Londoner Kirche veröffentlichten Mitteilung im Onlinedienst Facebook am Freitag.

Während ihres Urlaubs an der Costa del Sol waren ein Mädchen, sein großer Bruder und sein Vater an Heiligabend im Pool eines Resorts in Mijas unweit von Málaga im Süden des Landes ertrunken. Nur die Mutter und ein drittes Kind der britisch-amerikanischen Familie, eine 14-Jährige, überlebten.

„Die Kinder nutzten die Stufen, um in den Pool zu gehen. Sie wurden aber in die Mitte gezogen, die tiefer lag, und riefen um Hilfe, weil sie nicht mehr herauskamen“, erklärte die Mutter. Ihr Mann sei dann ins Wasser gegangen, um ihnen zu helfen. „Wir sind zutiefst schockiert, traurig und haben Mühe, uns mit ihrem Tod abzufinden“, fügte die Frau hinzu.

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Zuvor hatten Ermittlungskreise unter Berufung auf eine Schwester der beiden toten Kinder erklärt, die drei konnten nicht schwimmen. Ermittler untersuchten das Filtersystem des Pools, um zu klären, ob das Mädchen möglicherweise von der Reinigungspumpe angesogen wurde.

Der Polizei zufolge handelte es sich um einen „tragischen, von fehlenden Schwimmkenntnissen verursachten Unfall“. Alle bisherigen Ermittlungen sowie die Aussagen aller Augenzeugen deuteten klar darauf hin, hatte die Polizeieinheit Guardia Civil am Freitag in Málaga mitgeteilt.

Das Schwimmbecken wurde schon am Donnerstag wieder zur Nutzung geöffnet. Der Betreiber Costa World erklärte via Facebook, die Guardia Civil habe dies genehmigt. Die Beamten hätten nichts gefunden, was gegen den Betrieb des Schwimmbeckens und die Sicherheitsvorkehrungen in der Ferienanlage spreche.

Quelle: dpa/AFP