Streit bei Schönheitswettbewerb auf Sri Lanka eskaliert
Foto: Eranga Jayawardena/AP/dpa

Dass es bei Schönheitswettbewerben hinter den Kulissen unter den Kandidatinnen manchmal ganz schön zur Sache geht, ist nicht ganz neu. Klar, es geht ja auch um viel bei so einem Wettbewerb. Aber das Drama, das sich jetzt bei der Wahl zur „Mrs Sri Lanka“ abgespielt hat, besitzt schon eine besondere Qualität.

Ein Zwischenfall bei der Wahl zur „Mrs Sri Lanka“ hat nun auch juristische Folgen. Die frühere Gewinnerin Caroline Jurie hatte bei der Siegerehrung am vergangenen Wochenende gesagt, ihre Nachfolgerin Pushpika de Silva sei nicht für die Krone qualifiziert. Der Grund: Sie sei geschieden. Ein Skandal!

Bedingung: Die Kandidatinnen müssen verheiratet sein

Denn bei der „Mrs Sri Lanka“-Wahl und auch bei der Wahl zur „Mrs World“ müssen die Teilnehmerinnen verheiratet sein. „Mrs“ steht im Englischen auch für verheiratete Frauen. Caroline Jurie ist amtierende Mrs World.

Wie auf einem Video zu sehen ist, riss die Ex-Preisträgerin de Silva die Krone vom Kopf und setzte sie kurzerhand der Zweitplatzierten auf. Diese brach daraufhin in Tränen aus, die Entkrönte zog sich zurück – mit Kopfverletzungen, wie sie selbst später sagte.

Das Video könnt ihr euch hier anschauen – und dann selbst entscheiden, welche Art von Kopfverletzung Frau de Silva denn bei dem Vorfall davongetragen haben könnte:

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Die Entkrönte de Silva betonte nun, sie sei für die Wahl qualifiziert, da sie zwar getrennt von ihrem Ehemann lebe, aber noch mit ihm verheiratet sei. Sie beschwerte sich auch bei der Polizei, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.

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Am Donnerstag dann sei die Mrs World zeitweise festgenommen worden und später im April müsse sie vor Gericht erscheinen. Ihr würden Einschüchterung und Verletzung einer anderen Person vorgeworfen.

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De Silva erhielt ihre Krone inzwischen zurück. Von den Organisatoren hieß es, sie hätten der amtierenden Mrs World nahegelegt, sich bei ihr zu entschuldigen. Das hätte diese bislang aber nicht getan.

Die „Mrs World“-Organisatoren schrieb in einer Mitteilung, dass sie das Verhalten bedauerten. Die „Mrs World“-Wahl soll dieses Jahr auf Sri Lanka stattfinden.

Quelle: dpa