Landgericht Itzehoe
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Um den Ex-Freund der
Frau aus dem Weg zu räumen, soll ein Liebespaar den 41-Jährigen getötet und
zerstückelt haben. Die Frau und ihr neuer Freund müssen sich nun vor Gericht
verantworten. Fast zwei Jahre hatten sie unbehelligt in dem Haus gelebt, in dem
der Mord geschah.

Sie sollen den
Lebensgefährten der Frau ermordet und zerstückelt haben. Ein halbes Jahr nach
dem Fund der einbetonierten Leiche in Dammfleth in Schleswig-Holstein muss sich
seit Donnerstag ein Paar vor dem Landgericht Itzehoe verantworten. Angeklagt
sind eine 37-jährige Frau und ihr zehn Jahre älterer neuer Freund.

Staatsanwalt Jan-Hendrik
Schwitters wirft den beiden vor, im Frühjahr 2017 den ehemaligen
Lebensgefährten der Frau umgebracht zu haben. Die Bluttat sollen die beiden
gemeinsam geplant und ausgeführt haben. Sie schweigen bislang zu den Vorwürfen.

„Die Mordermittlungen
kamen erst 2019 ins Rollen, weil die Angeklagte ihren Lebensgefährten als
vermisst gemeldet hatte“, sagte Staatsanwalt Schwitters. Im Januar 2019 habe
jemand „aus dem Umfeld des Haushaltes von sich aus sich den Behörden
offenbart“, sagte der Staatsanwalt am Rande der Verhandlung. Später wurden
Leichenteile auf dem Grundstück gefunden.

Tatort war laut Anklage
ein Kinderzimmer im dem gemeinsam bewohnten Reiterhof. Dort soll der Angeklagte
hinter einem Kleiderschrank versteckt auf sein Opfer gewartet haben. Die Frau
soll den ahnungslosen Mann unter einem Vorwand dorthin gelockt haben. Als er
sich auf einen Stuhl setzte, soll sich der Angeklagte von hinten angeschlichen
und ihm zwei Mal in den Kopf geschossen haben.

Die Anklage stütze sich
auf Zeugen aus dem Umfeld der Angeklagten, sagte Staatsanwalt Schwitters.
„Zudem – und das wiegt natürlich schwer – ist der Leichnam aufgefunden worden,
so wie das einer der Zeugen auch beschrieben hat.“ Rechtsmediziner hätten bei
der Untersuchung der Leiche wie vom Zeugen geschildert zwei Einschusslöcher
gefunden.

Die Schwurgerichtskammer
hat für den Indizienprozess bislang 17 Verhandlungstage anberaumt. Bis Mitte
November sollen zahlreiche Zeugen und Sachverständige gehört werden.