Moderna wegen Corona-Impfstoff verklagt – das wird dem Unternehmen vorgeworfen

Zehn Milliarden Euro Jahresgewinn für Moderna 2021 – auch wegen des Corona-Impfstoffes. Wegen diesem wird das Unternehmen nun aber verklagt.
Coronavirus Kinderimpfung Biontech Moderna
Hier sind Dosen des Moderna-Impfstoffes zu sehen. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa
Coronavirus Kinderimpfung Biontech Moderna
Hier sind Dosen des Moderna-Impfstoffes zu sehen. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Rund um die Corona-Impfstoffe sind in den vergangenen knapp zwei Pandemie-Jahren einige Unternehmen in den Fokus gerückt. Dazu zählt auch das Pharmaunternehmen Moderna, das seinen Corona-Impfstoff auf den Markt gebracht hat. Allerdings könnte es im Rahmen dessen nun zu strafrechtlichen Konsequenzen kommen.

Für das Geschäftsjahr 2021 hat Moderna einen Gewinn von über zehn Milliarden Euro vermeldet. Für diese Zahlen ist natürlich hauptsächlich der Corona-Impfstoff des Unternehmens, der weltweit verimpft wird, verantwortlich. Allerdings gibt es nun Streit um die darin verwendete Technologie.

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Denn zwei kleinere Unternehmen, die ihren Sitz in der kanadischen Stadt Vancouver haben, haben nun laut der britischen Tageszeitung „Daily Mail“ eine Klage gegen Moderna eingereicht. Dabei geht es darum, dass Moderna ihrer Ansicht nach eine von ihnen entwickelte und patentierte Nanopartikel-Technologie über den mRNA-Impfstoff verwendet haben soll.

Patentträger fordern Kompensationszahlung für Technologie-Klau

Dafür habe das Unternehmen allerdings in keiner Weise eine Zusammenarbeit mit den Patentträgern anvisiert und hatte dementsprechend auch keine Rechte zur Nutzung der Technologie – das sind die Anschuldigungen an Moderna. Nun steht dem Unternehmen offenbar ein Gerichtsprozess bevor, in dem diese Sachlage aufgearbeitet werden soll.

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William Collier, Geschäftsführer des Unternehmens Arbutus, das die Klage eingereicht hat, fordert nun eine „faire Kompensation“. Ihm ginge es darum, dass sein Unternehmen in die Entwicklung der Technologie viel Arbeit und Geld hingesteckt habe. Diese habe sich Moderna, ohne ein Recht darauf zu haben, unter den Nagel gerissen.

Aber worum geht es eigentlich bei der Nanopartikel-Technologie? Für Laien beschrieben agiert diese beim gespritzten Impfstoff als eine Art Schutzschicht, ohne die nach Ansicht der Patentträger der komplette Impfstoff nicht dieselbe Wirkung hätte. Ohne die Verwendung der Nanopartikel-Technologie hätte nach Ansicht von Arbutus Modernas Entwicklung eines Impfstoffes auch länger gedauert. Auch diese solle ein Faktor in der Bewertung rund um eine mögliche Kompensationszahlung sein. Ob es diese geben wird, und wie hoch sie gegebenenfalls ausfallen wird, damit wird sich jetzt die Staatsanwaltschaft auseinandersetzen.

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