Moderna und Pfizer wegen Corona-Impfstoff verklagt – ging alles mit rechten Dingen zu?

Moderna und Pfizer bald vor Gericht? Beide Unternehmen sind nun wegen ihrer Corona-Impfstoffe verklagt worden.
Coronavirus Kinderimpfung Biontech Moderna
Hier sind Dosen des Moderna-Impfstoffes zu sehen. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa
Coronavirus Kinderimpfung Biontech Moderna
Hier sind Dosen des Moderna-Impfstoffes zu sehen. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

In den vergangenen Monaten waren die Unternehmen in aller Munde. Nun gibt es Schlagzeilen, die den Pharmaunternehmen Moderna und Pfizer allerdings nicht gefallen dürften. Denn beiden droht ein Gerichtsverfahren, sie wurden wegen ihrer Corona-Impfstoffe verklagt.

Durch ihre Corona-Impfstoffe sind die Pharmaunternehmen Moderna und Pfizer aktuell auf der ganzen Welt vertreten. Die Folge der weltweiten Impfkampagne ist, dass beide Unternehmen Rekordumsätze vermelden und sich über Umsatz in Milliardenhöhe freuen können. Droht aber nun Ärger?

Wie die britische Tageszeitung „Daily Mail“ berichtet, hat das Unternehmen Alnylam Pharmaceuticals in den vergangenen Tagen Pfizer und Moderna wegen ihrer Corona-Impfstoffe verklagt. Beide sind – Pfizer in Zusammenarbeit mit Biontech – für einen mRNA-Impfstoff gegen das Coronavirus verantwortlich.

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Technologie geklaut? Klage wegen Corona-Impfstoffen

Dabei soll es nach Meinung von Alnylam Pharmaceuticals zu einem Copyright-Vergehen gekommen sein. Im Fokus steht dabei eine Nanopartikel-Technologie, die bei beiden Impfstoffen eingesetzt wurde. Demnach hätten sich beide Unternehmen an einer von Alnylam patentierten Technologie bedient, ohne dass sie dazu berechtigt waren.

In einer Stellungnahme wird von Seiten der Kläger erklärt, dass sie auf eine „faire Kompensation“ hoffen. Denn die Entwicklung der verwendeten Technologie vor über einem Jahrzehnt sei mit enormem Forschungsaufwand und einem hohen Investment verbunden gewesen.

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Kommt es nun zu einer Entschädigungszahlung?

„Das Unternehmen ist stolz, dass diese Arbeit einen Teil dazu beitragen hat, dass so schnell lebensrettende Impfstoffe entwickelt werden konnten“, heißt es zudem von Alnylam. Es geht also nicht darum, die Impfstoffe vom Markt zu nehmen – vielmehr fordert das Unternehmen eine Entschädigungszahlung für den Patent-Bruch.

Pikant: Moderna gelangte nach Alnylam-Stellungnahme 2013 und 2014 an vertrauliche Informationen über die Nanopartikel-Technologie. Demnach seien diese Bestandteil einer Vertragsverhandlung für eine Zusammenarbeit gewesen. Zu dem Deal kam es letztlich nie, die Erkenntnisse hatte Moderna anschließend trotzdem. Wie es in dem Rechtsfall nun weitergeht, das wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

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