Foto: Shutterstock/Casimiro PT
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Wer kennt das nicht? Die Lieferung eines Pakets erfolgt nicht zur angegeben Zeit, oder wird gar nicht ausgeliefert. Und im schlimmsten Fall wird man vom Paketdienst nicht darüber informiert. Die Folge: Frust. Und vielleicht eine Beschwerde. Wenn dann jedoch das Unternehmen in den Sozialen Netzwerken patzig antwortet, dann ist die Aufregung im Netz schnell groß. Davon kann auch DHL jetzt ein Liedchen singen.

Ein Kunde beschwerte sich beim Unternehmen wohl nicht auf die ganz höfliche Art und Weise via Twitter. Der Wortlaut der Nachricht ist nicht mehr nachvollziehbar, da der User den Tweet mittlerweile gelöscht hat. Die Antwort von DHL lässt jedoch wenig Interpretationsspielraum zu: Die Beschwerde muss schon in einem relativ unverschämten Ton formuliert worden sein. 

Das wollte der Kundenbetreuer offensichtlich nicht auf sich sitzenlassen und antwortete dem Twitter-User ebenso patzig: „Die einzige Scheiße hier, ist Ihr Rumgeheule! ‚Voraussichtlich‘ (wie es nachweislich von uns angegeben und im Standardversand üblich ist) als ‚feste Daten‘ wahrzunehmen, grenzt schon eher an Realitätsverlust. Und jetzt zurück zu Mai an die Brust! ^SI #wann?“

Diese Antwort kam im Netz gar nicht gut an. Viele Twitter-User empfanden die Antwort des Paketdienstes nicht nur als dünnhäutig, sondern sogar als unverschämt.

Doch es gibt auch Menschen, die den Verfasser des Tweets regelrecht feiern:

Doch der Mitarbeiter mit dem Kürzel ^SI rechtfertigte sich auch noch für seinen Tweet:

Wie die „Bild“ berichtet, ist das Unternehmen jedoch gar nicht amüsiert über den öffentlichen Umgang mit den Kunden – dem Mitarbeiter drohen nun sogar arbeitsrechtliche Konsequenzen, wie Unternehmenssprecher Dirk Klasen der Zeitung sagte: „Diese Reaktionen und dieser Umgang mit Kunden unseres Unternehmens verstoßen massiv gegen alle unsere Grundsätze zum höflichen, sachlichen und konstruktiven Umgang mit Kundenanfragen und Beschwerden. Hierzu können wir uns bei unserem Kunden nur aufrichtig entschuldigen, denn ein solcher Umgangston ist für uns nicht tolerierbar. Aktuell prüfen wir umgehende arbeitsrechtliche Konsequenzen und der betroffene Mitarbeiter wird ab sofort nicht mehr in einem Bereich mit direktem Kundenkontakt bei uns tätig sein. Wir stehen hier auch in der Verantwortung gegenüber allen anderen Kolleginnen und Kollegen im Kundenservice, die jeden Tag mit großem Engagement versuchen, auch schwierige Anfragen zufriedenstellend zu beantworten und unseren Kunden weiterzuhelfen.“

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