Schweine Ferkel
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Bei Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h werden die Schweine auf Kindersitzen in den Tod geschleudert. Eigentlich sind die Tierversuche seit den 90er-Jahren nicht mehr so häufig, diese Untersuchung schockiert aber.

Wie „Bild“ auf Grundlage einer Untersuchung der US-Fachpublikation „International Journal of Crashworthiness“ berichtet, wurden in verschiedenen Tests Gurtsysteme von einer chinesischen Forschergruppe auf ihre Sicherheit geprüft.

Dabei wird auch auf Schweine als Testobjekte gesetzt, meistens offenbar aus Kostengründen. Die Ausgaben für ein Crashtest-Dummy beliefen sich auf einen sechsstelligen Betrag, da seien Tierleben einfach günstiger.

So werden die Vierbeiner auf die Schlitten geschnallt, zuvor bekommen sie einzig eine Spitze zur Beruhigung. Bei einer Geschwindigkeit von 30 bis 50 km/h prallen sie dann auf, dann sterben schon einige Tiere – andere überleben immerhin noch einige Stunden.

Die erlittenen Verletzungen haben es aber in sich – in vielen Fällen werden Lunge, Milz oder Leber beschädigt. Auch Aufrisse der Haut seien eine Folge des Aufpralls, bei dem die Schweine sich teilweise sogar überschlagen.

Markus Egelhaaf, Unfallforscher der Dekra, verteidigt die Methoden aber: „Crashtest-Dummys sind nicht geeignet, Weichteil – und Organverletzungen abzubilden.“ Entsprechend müsse man zu Tieren greifen, um diesen Bereich abzudecken.

Aufgrund von anatomischen Gründen wurden bei den Schweine-Tests in China Jungtiere eingesetzt, die erst einige Monate alt waren – nur so könne man die Belastung ordentlich simulieren. Als Referenzwert auf Menschenzeit wurde der Körperbau eines durchschnittlichen Sechsjährigen genommen.