Die Frau eines ehemaligen Bankdirektors hat in den Jahren von 2006 bis 2016 insgesamt 16 Millionen Pfund (rund 18 Millionen Euro) im Londoner Nobelkaufhaus Harrods ausgegeben. Ermittlern zufolge nutzte die 55-Jährige dafür 35 verschiedene Kreditkarten, die von der Bank ihres Mannes ausgestellt wurden.

Die britischen Behörden verdächtigen die Frau, sich das Geld unrechtmäßig angeeignet zu haben, und haben ihre Konten eingefroren, wie am Dienstag vom zuständigen Gericht bekanntgegeben wurde.

Die Verdächtige ist die erste Person in Großbritannien, bei der ein neues Gesetz zur Anwendung kommt, mit dem Geld aus Korruption und organisiertem Verbrechen besser verfolgt werden sollen. Sie muss nun dem Gericht erklären, woher ihre Millionen kommen, kann aber noch Berufung einlegen.

Zusätzlich zu ihren Einkaufstouren kaufte sie zwei Häuser im Wert von 22 Millionen Pfund. Der Mann der Frau ist im Heimatland der beiden, in Aserbaidschan, in Haft, weil er Millionen von seiner staatlich kontrollierten Bank gestohlen hat.

Unter anderem soll die Frau bei einer ihrer Einkaufstouren bei Harrods an einem Tag 600.000 Pfund ausgegeben haben. Für 30.000 Pfund kaufte sie einmal Schokolade ein. 5,75 Millionen Pfund gab sie über die zehn Jahre bei den Juwelieren Boucheron und Cartier aus, eine Million Pfund in der Spielzeugabteilung von Harrods.

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(dpa)