Foto: Matthias Balk/dpa
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Es ist nicht immer vorteilhaft, direkt den Penis auszupacken. Das musste ein Rostocker nun am eigenen Leibe erfahren. Über eine Dating-Plattform hat der Mann eine ihm bis dahin unbekannte Frau kennengelernt und wurde mies hinters Licht geführt. Er hielt aber dagegen und verständigte die Polizei, wie diese berichtet.

Die Chatpartnerin, die sich „Camille“ nannte und vorgab, Französin zu sein, lud den Mann ein, den weiteren Kontakt über Skype zu führen. Dort würde die Übersetzungsfunktion das Kennenlernen erleichtern.

Zunächst kam es zum Smalltalk, die vermeintliche Französin fing an zu flirten. Durch geschicktes Werben brachte sie den Mann schließlich dazu, sich vor der Webcam zu entblößen. Später überredete sie ihn, den Kontakt auf seinem Facebookprofil zu intensivieren, um dort ihre perfide Masche weiter auszubauen.

Nun saß der Rostocker mittendrin in der Falle. An dieser Stelle hat „Camille“ den Chat unterbrochen, denn ganz offensichtlich war sie am Ziel. Sie hatte längst die Kontakte des Mannes kopiert und drohte jetzt damit, das Video an seine gesamte Freundesliste zu schicken, sofern er keinen Geldbetrag überweist.

Der Rostocker ließ sich jedoch nicht erpressen, sondern erstatte richtigerweise Strafanzeige. Oftmals scheuen die Opfer aus Angst oder Scham den Weg zur Polizei. Man kann durchaus davon ausgehen, dass die Dunkelziffer bei Straftaten dieser Art viel höher ist. Unklar ist im konkreten Fall des Mannes allerdings, ob und wie die Frau zur Rechenschaft gezogen wird. Dazu machten die Beamten keine Angaben.

Die Polizei rät lediglich: beim Chatten mit Unbekannten misstrauisch sein und sich nicht auf sexuelle Handlungen beim Videochat einlassen. Wenn das so einfach wäre wird sich wohl auch der Rostocker denken.

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